Zweite  Periode.

Spanlen  zwischen  Arabern  und  christlichen  Koͤnigen
getheilt.
Von  711  bis  1491.

1.  Geschichte  der  Araber  in  Spansen.

Histoire  de  IAfriqdue  et  de  l'Espagne  sous  la  domination  des
Arabes  par  Mr.  CahDONNE.  à  Paris.  17265.  drei  Bönde  in

1.  übersetzt  und  mit  Anmerkung.  von  Chr.  Gottl.  von  Murr.

Nürnberg  1763.  1760.  8.  Auch  von  J.  C.  Fäsi.  Jürich

1771.  8.  verbunden  mit  den  hlstor.  Notizen,  die  sich  in  Casiri's

Catalog  der  Arab.  Handschr.  der  königl.  Bibl.  im  Eskorkal

finden.

I.  Die  erste  Eroberung  Spaniens  durch  Tarif  und
Musa  ist  eine  natürliche  Wirkung  der  Tapferkeit  der  Araber,
  die  besonders  den  Bogen  besser  zu  führen  wußten  als
die  West-Gothen.  Hiezu  kam  noch  das  geheime  Verständniß
  mit  der  Familie  des  uneinsletzten  West-Goethischen  Königs
Witiza,  wodurch  besonders  die  Uebergabe  der  Städte  bewirkt
wurde.  Aber  die  Behauptung  der  gemachten  Eroberung  ist
viel  wunderbarer,  und  beweist,  wie  wenig  die  West-Gothischen
  Chefs  den  Arabischen  Heerführern  an  Muth  und  an
kriegerischem  Talent  gleich  kamen,  und  wie  wenig  sich  das
Spanisch-Westgothische  Volk  im  Allgemeinen,  von  seinem
neuen  Herrn  gedrückt  fühlte.  Denn  unter  den  Arabern  selbst
waren  gleich  von  den  ersten  Jahren  an  unaufbdrliche  Empdrungen,
  die  sich  leicht  hätten  nutzen  lassen.  Die  Gouverneurs,
die  der  Chalif  schickte,  wechselten  fast  alle  paar  Jahre,  so
daß  keiner  etwas  Ganzes  ausführen  konnte,  und  die  aus