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um  sich  der  dritte  Stand  in  keinem  einzigen  Europaͤischen
Reiche  so  frühe  gehoben  als  in  Aragonien.  Die  Privilegien
die  den  Bürgern  von  Saragossa  schon  1116  schriftlich  verwilligt
  worden,  sind  ein  Beispiel,  wie  viel  damals  die  Feudal-Aristokratie,
  um  der  Araber  willen,  hier  nachgeben  mußte.
  Auch  finden  sich  schon  vor  der  Mitte  des  12ten  Jahrhunderts
  sichere  Spuren,  daß  Städte-Deputirte  auf  den
Reichstagen  erschienen  und  mit  verwilligten.  Noch  ist  dabei
besonders  merkwürdig,  daß  es  nie  in  Aragonien  zwischen
dem  Adel  und  dritten  Stande  zum  Kampf  gekommen,  denn
die  Verfassung  selbst  stcherte  letzteren  sehr  frühe  ihre  schönsten
  Rechte.

5.  Offenbar  hatte  sich  auch  schon  um  eben  dieselbe  Zeit  unter
  dem  Adel  selbst  eine  Stuffenfolge  gebildct,  daß  hoher  und
niederer  Adel,  große  Baronen,  denen  ganze  Baronien  zustunden,
  und  Ritter  und  Sdelleute,  selbst  auch  auf  großen
Conventen  des  Reichs  schon  von  einander  geschieden  waren.
  Sehr  frühe  findet  man  überdieh,  daß  zwölf  große
Baronen  wie  ein  conleil  permanent  dem  Kdnige  zugeordnet
waren,  und  aus  diesen  scheint  nachher  unter  den  großen  Baronen
  selbst  eine  eigene  höhere  Klasse  entstanden  zu  seyn,
weil  überhaupt  im  Mittelalter  —  Aemter  bald  zu  Ständen
ausarteten.

é.  Jakob  I.  der  Eroberer,  Peters  II.  Sohn,  (1213=1276)
  bildet  vollends  fast  den  ganzen  Umfang  der  Aragonischen
  Besitzungen  auf  der  Pyrenäischen  Halbinsel.

Eroberung  von  Valenza,  das  zwar  nicht  Aragonien  einverleibt
  wird,  aber  doch  in  vielem  Aragon.  Verfassung  erhält.
  Mureia,  Majorca  und  Minorca  hatte  er  schon  vorher
erobert.

Auf  dem  Reichstage  zu  Huesca  wird  eine  vom  dortigen

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