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gen  waren.  Man  hatte  sich  erst  derer,  dle  zum  eigentlichen
Castilien  und  Leon  gehörten,  ganz  versichert,  und  rief  denn
alle  aus  dem  ganzen  Reich  zusammen.  Wer  wollte  in  der
königlichen  Gnade  zurückbleiben?  Wer  der  letzte  seyn?  Ohne,
dieß  hoffte  man,  es  werde  nur  kurge  Zeit  dauren!

Sie  ist  vielleicht  auch  damals  noch  nicht  ununterbrochen
fortdauernd  geworden,  wie  überhaupt  bei  den  damaligen  eingeschränkteren
  Vedürfnissen  des  Reichs,  zu  denen  noch,  ungeachtet
  der  so  genannten  Maurischen  Kriege,  keine  stehende
Armee  gehörte,  fortdaurende  Taren  noch  nicht  nothwendig
waren.  Aber  der  Gang  der  Dinge  war  hier,  wie  fast  überall.
  Man  gewöhnte  sich  allmälig  an  die  widernatürliche  Tarationsart,
  und  dehnte  sie  bald  auf  mehrere  Gegenstände  aus.
Man  kehrte  bei  jedem  neuentstehenden  Bedürfniß  des  Staats
zu  derselben  zurück,  weil  man  elnmal  ungefähr  wußte,  wie
viel  sie  ertrug,  und  wie  sicher  die  Einnahme  sey,  auch  mit  den
Einrichtungen,  wie  die  Steuer  zu  heben  seyn  mochte,  keine
neue  Versuche  nothwendig  waren.

25.  Von  Alfonsens  XlI.  Tod  an  bis  zur  Vermählung
Isabellens  mit  Ferdinand,  wird  Casiilien  120  Jahre  lang  von
unaufhörlichen  Unruhen  zerrürtet,  die  bald  durch  den  Kampf
des  Königs  und  der  Varonen  gegen  einander,  bald  durch  die
wechselsweisen  Fehden  der  aristokratischen  Parthie  und  großen
Familien  selbst,  bald  aber  durch  Successions-Streitigkeiten
veranlaßt  werden.  Die  Constitution  selbst  gewinnt  nichts
dabei.

*  Alkonsens  Sohn  und  Nachfolger  Peter,  der  Grausame
genannt,  wollte  die  königlichen  Prärogativen  gegen  die  Usurpationen
  seiner  unruhigen  Baronen  behaupten,  und  vermischte
dieses  mit  so  vielen  Privatleidenschaften,  die  meist  aus  seinen
Maitressen-Händeln  entsprangen,  daß  man,  bei  allem  Arg-1350

