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entdeckt,  daß  er  /vom  dritten  Stande  weit  mehr  zu  fürchten
  habe,  als  von  irgend  einem  König;  und  wurde  also
  ganz  koͤniglichgesinnt.  Vom  ersten  Stande  des
Reichs  aber,  von  der  Geistlichkeit,  war  ohnedieß
nichts  zu  erwarten,  seit  daß  der  König  die  Concordate  mit
dem  abst  geschlossen,  also  Bischöfe  und  Erzbischöfe  recht  ei-  1521
gentlich  des  Königs  Leute  geworden  waren.  Noch  kam  hinzu:
  man  hatte  schon  seit  mehrcren  Jahren  allmählig  die  Einrichtung
  entstehen  lassen,  daß  auf  jedem  RNeichstage,  auher
der  stets  fortgehenden  Alcabala,  mit  einemmal  zugleich
für  die  drei  nächstfolgenden  Jahre,  die  jährliche'
Summe  von  Bo0  oqo  Ducaten  verwilligt  wurde.  So  wurden
also  auch  die  Reichstage  immer  seltener,  und  ihre  Beschäftigung
  verengte  sich,  immer  mehr  auf  bloße  Vewiligung  ordentlicher
  und  außerordentlicher  Steuenn.  4
It.  Doch  würde  man  ssehr  errig  glauben,  daß  e  #
schon  so  gut  als  unumschränkt  in  Cafülien  regiert  habe;  die
alten  Gesinnungen  und  die  alte,  gewohnte  Sprache  ändern
sich  nicht  eben  so  schnell,  als  sich  manchmal  die  Constitution
selbst  ändert.  Ich  habe  auf  dem  Reichstage  von
1538.  wohl  gemerkt  —  sagte  Earl.  selbst  noch  Jahre  lang
nachher  —  wie  wenigeich,  als  König  von  Castili-#m
vermag.  Die  dringend  geforderte.  Generalaccise,  die  er  das
mals  zum  Afrikanischen  Zuge,  also  recht  zu  des  Reichs  Nutzen
  verwenden  wollte,  wurde  ihm  siandhaft  verweigert,  ob
er  schon  nur  auf  kurze  Zeit  darum  baf.  Die  weltlichen  Baronen
  fühlten  ihr  und  des  Reichs  Interesse  eben  so  lebhaft,
als  die  Städtedeputirte.  Beide  Stände  erklärten  freimüthig
und  wiederholt:  der  König  moͤge  doch  endlich  den  ewigen
Kriegen  ein  Ende  machen,  so  werde  auch  endlich  der  unerschwinglichen,
  immer  neuen  Steuern  ein  Ende  werden.  Auch