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sches  Geld  und  wenig  Spanische  Truppen.  Auch  hatte  wohl
überhaupt  die  ganze  35jährige  Verbindung  Deutschlands  mit
Spanien  während  der  Regierung  Carls,  vielleicht  keine  andere
  Wirkung  für  Spanien,  als  daß  sein  Kdnig  den  Mcjestäts-Titel
  unter  allen  Königen  zuerst  annahm,  daß  sich  durch
haͤufigerss  Commerz  der  Spanier  und  Deutschen  unter  einander
  auch  Lutherische  Ketzereien  bis  nach  Castilien  hin  verloren,
ohne  aber  dort  im  Lande  der  Inguisition  viel  gedeihen  zu  können,
  und  daß  industrievolle  Deutsche,  Unternehmungen  aller.
Art  zu  betreiben,  häufiger  nach  Spanien  zogen,  wie  nicht  nur.  6
die  Geschichte  der  Augsburgischen  Fugger,  sondern  auch  die
Spanische  Bergwerks-Geschichte  zeigt.

17.  Doch  auch  Carls  fünfter  Krieg  mit  Frankreich  ent-ss.
sprang  aus  seinen  Deutschen  Händeln,  und  dieser  fünfte  Krieg,  1556
in  welchem  die  Belagerung  von  Metz  eine  Haupt-Epoche
macht,  war  wohl  Schuld,  daß  Carl  die  Ausführung  seines
Entschlusses,  alle  seine  Kronen  niederzulegen,  beschleunigte.

Schon  seit  1550  litt  er  so  sehr  an  seiner  Gesundheit,  und
seine  Hppochondrie  nahm  so  zu,  daß  er  sich  oft  lange  Zeit
blos  von  wenigen  Vertrauten  sprechen  und  sehen  ließ.  Man
konnte  ihn  oft  nicht,  und  einmal  neun  Monate  lang  nicht,
zur  Unterschrift  seines  Namens  bewegen;  er  schien  blddsinnig
zu  werden.  So  übergab  er  denn  1556.  den  16.  Jan.  seinem
einzigen  Sohne  Philipp  zu  Bruͤssel  auch  vollends  die  Spanische
  Monarchie,  nachdem  er  ihm  Mailand,  Neapel  und
Belgien  schon  vorher  abgetreten  hatte.

18.  Er  starb  den  21.  Sept.  1558:  in  einem  kleinen  Privathause,
  das  er  sich  schon  lange  vorher,  als  künftigen  Ruheplatz,
  in  einer  sehr  schönen  Gegend  bei  dem  Hieronymiten-Klosier
  Juste  in  Estremadura  hatte  bauen  lassen.

10.  Während  seiner  40jaͤhrigen  Regierung  sind  die  Spa-4

