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1.  Der  Krieg,  den  Koͤnig  Hemich  II.  1557.  eben  so  ungerecht
  auf  Anstiften  P.  Pauls  IV.  angefangen,  als  ungluͤcklich
  geführt  hatte,  endigt  sich  bald  durch  den  Frieden  zu  Cha-1559

  tean  en  Cambresis.  Philipp  restituirt  die  in  der  Picardie

Apr.  eroberten  Plaͤtze;  Henrich  gibt  seine  Niederländischen  Eroberungen

  zurück,  nur  über  die  zurückgegebene  Gr.  Charolois

behält  er  sich  die  Souveränität  vor.

Schlacht  bei  S.  Qulntin  Vlo.  Aug.  1557.)  am  Tage  des  heil.  Laurentius.
  Philipp  ist  dankbar,  und  baut  dem  Heil.  zu  Ehren
mit  einem  Aufwande  von  mehr  als  acht  Millionen  Ducaten  den
Escorial.

Doscripcion  brevo  del  Monast.  de  S.  Lorenzo  del  Escorial  por
Fr.  de  los  Santos.  Madrid  1067.  fol.  Madrid  1681.  fol.

Andr.  Nimencz  descripcion  etc.  Mit  vielen  Kupfern.  Madrit
1764.  Fol.

Die  Geschichte  des  Baues  ausführlich  in  P.  Jos.  de  Siguenza  historia
  de  la  Orden  de  S.  Geronimo  (Sladr.  1595  —  1606.)  L.
III.  s.  auch  Leitero  d'un  vago  Italiano  ad  un  suc  amico.  T.
II.  p.  1.  öd.

2.  Philipp  verläßt  die  Niederlande  sogleich,  und  geht
nach  Spanien,  und  bleibt  dort  ohne  je  innerhalb  38  Jahren
seine  Niederländischen  oder  Italiänischen  Staaten  zu  sehen.
Es  schmeichelte  dem  Stolze  des  Despoten,  vom  Dunkel  seines
  Cabincts  aus  eine  halbe  Welt  in  steter  Bewegung  zu  erbalten,
  und  so  war  denn  auch  in  seiner  ganzen  40%jährigen
Regierung  kein  anderer  Plan,  als  der  einer  eisernen,  unvernünftigen
  Herrschsucht,  in  der  sich  oft  der  Eigensinn  eines
mittelmäßigen  Kopfs  zeigte.

3.  Neue  Regierungs-Einrichtungen,  die  er  bald  nach
seiner  Ankunft  in  Spanien  macht;  auch  das  neue  Reglement
gehört  hieher,  das  die  Inquisition  erhielt.  Aber  weder  die
Mailänder  noch  die  Neapolitaner  lassen  sich  das  abscheuliche
Institut  gefaffen,  und  Philipp  gibt  ihnen  leichter  nach  als

1559