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den  Niederlaͤndern,  die  seinen  Stolz  durch  bedingte  Steuerverwilligungen
  schon  vorher  gekraͤnkt  hatten,  und  deren  gauze
Landes-Constitution  gelegenheitlich  gesprengt  werden  sollte.

4.  Strenge  Befehle  wegen  Annahme  sämmtlicher  Decrete
  der  so  eben  geschlossenen  Trienter  Synode,  die  sich  mit  1563
Recht  selbst  der  katholische  Niederländer  ungern  gefallen  läßt,
veranlassen  in  Belgien  die  ersten,  heftigen  Ausbrüche,  vielleicht
  nicht  obne  geheimes  Wohlgefallen  des  Königs,  der  nun
militärische  Erecurion  schicken  kann.  Aber  mit  welchen  Empfindungen
  mag  er  sich  1508.  aller  dieser  und  der  nachfolgenden
  von  ihm  selbst  veranlaßten  Belgischen  Geschichten  erinnert
  haben,  wenn  er  die  Rechnung  der  auf  diesen  Krieg  verwandten
  564  Millionen  übersah?  Nicht  zu  gedenken,  was
ihm  zu  gleicher  Zeit  an  jährlicher,  ordentlicher  Einnahme  aus
den  Niederlanden  entgangen,  wie  viel  die  hohen  Interessen
jener,  großentheils  in  Italien  erborgten  Millionen  alljährlich
  gekostet,  und  wie  viele  Menschen,  auch  Spanien  dadurch
  verloren!  Es  ist  kein  Wunder,  daß  der  Herr  der  Schäze
  von  Merico  und  Peru,  bei  einem  solchen  Auswande,  den
blos  eine  seiner  Hauptunternehmungen  veranlaßte,  endlich
im  Nob.  1506.  eine  honnette  Banqucroute  erklären  wollte.

5.  Mit  dem  zehenten  Theil  jenes  Aufwands  hätte  Philipp
  seine  Seekriege  gegen  die  Türken  und  ihre
Corsaren,  zum  größten  Vortheile  von  Spanien  vollenden
können.  Sicilien,  Neapel,  die  Balearischen  Inseln,  Spanien
  selbst  und  der  ganze  Handel  von  Spanien  litten  durch
sie  unglaublich.  Philipp  verwandte  auch  viel  auf  einzelne
Erpeditionen.  Wie  aber  der  wahre  Momem  der  Vollendung
kam,  und  nach  dem  großen  Seesiege  bey  Lepanto  die  ganze
Türkische  Macht  hätte  zernichtet  werden  können,  zögerte  er
absichtlich  —  aus  Eifersucht  gegen  seinen  eigenen  Admiral,

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