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desto  sicherer  wirken,  je  weniger  man  diesen  Zweck  erreichen
  zu  wollen  schien.

Ein  koͤnigliches  Edict  ergieng,  niemand  in  Granada  sollte
gewisse  beschriebene  Maurische  Kleidungen  tragen,  niemand  gewisse
  Maurische  Gewohnheiten  beobachten,  niemand  Arabisch
sprechen  oder  Kinder  Arabisch  lehren;  dies  alles  wurde  bei
Todesstrafe  verboten.

Sogleich  brach  nun  in  Granadoa  eine  grosse  Insurrection
  aus.  Johann  von  Austria  führte  zwei  Jahre  lang  mit
einer  beträchtlichen  Armee  einen  harknäckigen  Krieg  gegen  die
Insurgenten,  und  der  Ueberrest,  den  der  Krieg  nicht  aufgerieben,
  wurde  aus  Granada  hinweggebracht,  und  in  die  inneren
  Provinzen  des  Castilischen  Reichs  versetz.

Ilistoria  de  BRebelion  y  Castico  de  los  Bloriscos  del  Reyno  do

Granada,  por  Luys  del  MARMOL.  CARVAIAL.  en  Malaga

1600.  fol.

Guerra  de  Granada  hecha  por  el  Rey  de  Espanna  Don  Felipe
II.  contra  los  Moriscos  de  aduel  Heyno  sus  Hebelles,  por
D.  Drego  de  MIENDOZA.  publicada  por  Tribaldo  de  Tole--do.
  Lisboa  1627.  4.  Valencia  1730.  8.  Valencia  1776.  4.

Geddes  miscellan.  Tracts.  T.  I.  u.  1.

5.  Diese  Geschichten  alle  fielen  gerad  in  die  unglückliche
Zeit,  da  Philipp  seinem  einzigen  Infanten  Don  Carlos,  einem
  Prinzen  von  24.  Jahren,  nach  langen  vielfachen  Entzweiungen
  mit  demselben,  wo  sich  vielleicht  oft  die  Schuld
zwischen  Vater  und  Sohn  theilte,  heimlich  den  Proceß  machen
und  den  Unglücklichen  enthaupren  ließ.  Drei  Monate  nach-  1568
her  starb  auch  die  schwangere  Königinn  sehr  schnell;  Gai.
mit  dem  ungläcklichen  Don  Carlos  von  ganz  gleichem  Alter.

Die  Nachrichten  von  Enthauptung  des  Prinzen  beruhen  nicht  blos
auf  der  Erzählung  von  S.  Real,  sondern  auch  auf  einer  im
Deutsch.  Mus.  befindlichen  Nachricht  eines  Augenleugen,  der  dabei
  war,  wie  der  Sarg  des  Prinzen  auf  Verlangen  der  jetzigen

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