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ster  oder  vielmehr  sein.  Göünsiling  Don  Roderigo  de  Calderona,
  der  Sohn  eines  armen  Soldaten  von  Valladolid,
der  vom  Lermaischen  Bedienten  zum  Grafen  von  Oliva  und
Marquis  von  Siete  Iglesias  aufstieg,  auch  ein  jährliches
Einkommen  von  loo,  ooo  Kronen  sich  erwarb,  indeß  in  allen
Cassen  des  Reichs  der  äußerste  Mangel  war.

3.  Schilderung  der  „Staats=  Wirthschaft  des  Herzogs.
Sonderbare  Mittel,  wie  er  dem  allgemeinen  Geldmangel
abzuhelfen  suchte.  Die  Alcabala  wird  in  Castilien  sogar  noch
erhöht,  und  um  weniger  Widerspruch  bei  dem  Steuer-Wesen
zu  finden,  werden  seit  1602  die  beiden  ersteren  Staͤnde  vollends
  nie  mehr  zum  Reichs-Convent  gerufen,  ganz  ausserordentliche
  Fälle  ausgenommen.

4.  Höchsie  Indolenz  des  Königs  und  seines  Premier=Ministers
  im  sonderbaren  Contrast  mit  der  herrschsüchtigen
Thätigkeit,  die  sich  noch  überall  von  Philipp  II.  her  bei
einzelnen  Gouverneurs,  Vice-Königen,  Gesandten  u.  d.  m.
zeigte.  Versuche  des  Mailändischen  Statthalters  des  Gr.
von  Fuentes;  des  span.  Gesandten  in  Frankr.  Balhh.
de  Zuniga;  und  des  berühmten  italiän.  Triumbirats,
  des  Marg.  von  Bedmar,  des  Herz.  von  Ossuna,
und  des  Maindischen  Statthalters  Don  Peter  von  Toledo.


1604  5.  Vortheilhafter  Friede  mit  England,  so  bald  Elisabeth

a1bogtodt  war;  und  nachtheiliger  zwölfjähriger  Wasfenstillstand
mit  den  Vereinigten  Niederlanden,  als  einem  anerkannten
souverainen  Staat.

6.  Dem  geizigen  Erzbischof  von  Valenza,  der  schon
lange  der  Pensionen  überdrüssig  war,  die  er  kraft  päbstlicher
Befehle  zu  Unterhaltung  der  Kirche  und  Schulen  der  Moriskoes
  und  zur  Unterstützuug  der  für  sie  bestimmten  Missio-