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daß  sich  die  entrüsieten  Partheien  oft  die  seltsamsten  Absichten
  wechselsweise  zuschrieben.

1728  Wie  endlich  Spanien  mit  Frankreich  und  England

Mti.  von  Grund  aus  sich  verglich,  so  hatte  auch  die  große  Herr-1729

  lichkeit  des  Herzogs  von  Ripperda  laͤngst  wieder  ein  Ende.

*  siarb  in  großer  Dürftigkeir  in  Marocco.
La  Vie  du  Duc  de  Ripperda  —  Par  Mr.  P.  M.  B.  Imsterd.

1739.  2  Tomes  in  8.  Eine  Spanische  Uebersetzung  erschien  Maclrid

  1230.  2  Voll.  in  3.

1725  10.  Vergebliche  Versuche  der  Einwohner  von  Aragonien
und  Valenza,  ihre  alte  Verfassung  wieder  zu  erhalten;  sie
werden  auf's  neue  unterjocht.  Philipp  thut  viel  zum  Besien
des  Landes,  nur  darf  keine  Spur  der  alten  constitutionellen
Freiheit  sich  zeigen.  Selbst  die  alten  großen  Staats-Aemter
werden  aufgehoben;  der  Name  möchte  Muth  machen.

17.  Was  Alberoni  vergeblich  versucht  hatte,  vollführt
Patinho  mit  geringem  Aufwand;  er  erwirbt  Neapel  und
Sicilien  für  den  aͤltesten  Prinzen  seiner  Koͤniginn.  Den  Vorwand
  des  Kriegs  gegen  Oesterreich  gab  die  pragmatische
Sanction  K.  Carls  VI.;  den  Mement  entschied  die  Polnische
  Koͤnigswahl  Augusis  II.,  die  Fleury  nicht  ungerächt  lassen
  durfte;  und  Montemars  Kriegsglück  beschleunigte  die

5.  Wiener  Friedens-Präliminarien.  Don  Carlos  erhiclt  Neapel

1733  und  Sicilien  gegen  Abtretung  seiner  Rechte  an  Toscana,  Parma
  und  Piacenza.

18.  Weit  näher  gieng  aber  Spanien  selbst  —  der  Krieg
an,  der  gleich  nach  ratificirtem  Wiener  Frieden

*n“  mit  England  ausbrach.  Die  Engländer  nutzten  die  letzten

1530  Fahre  ihres  zu  Ende  eilenden  dreissigjährigen  Handels-Privilegiums
  mit  einer  Kühnheit,  die  endlich  nachdrückliche  Gegenanstalten
  der  Spanier  nothwendig  machte.  Aus  diesen