Frankreicch.

I.  Von  keinem  Europäischen  Reich  hat  man  ein  so  musterhaftes
  Urkunden-Repertorium  und  eine  so  vollständige
  Bibliothek  der  historischen  Litteratur  als
von  Frankreich.

de  Breouigny  table  chronologidue  des  diplomes,  chartes
türes  de  Thistoire  de  France  (von  a.  C.  142  bis  1179)  Paris
1269  —  83.  T.  III.  sol-  6

J.  le  Long  bäbliothequc  bistorique  de  la  Franco.  Nouv-Etir.

  augmentés  per  Fevrct  de  Fontette.  Paris  1768.  T.
V.  fol.  Der  letzte  Band  bestebt  fast  blos  aus  Registern.

II.  Samml.  von  Urkunden  und  Schriftstellern.

1)  Es  gibt  keine  allgemeine.Samml.  Franjösischer  Urkunden  und
Aktenstücken,  wie  die  Ryomersche  von  England  ist,  aber  die  wichtigsten
  Urkunden,  wenigstens  bis  zur  Regierung  Kön.  Philipp
Augusts  berab,  finden  sich  in  der  Bouquctischen  Collcct.  Scriptorum,
  und  den  Mangel  elner  allgemeinen  Sammlung  ersetzen
reichlich,  theils  vortreffliche,  diplomatische  Provincial-Geschichten,
  theils  auch  Sammlungen,  einzelne  Perioden  betreffend,  wie
man  sie  nicht  leicht  in  der  Geschichte  irgend  eines  andern  Reichs
findef.  Bloß  von  kirchlichen  Urkunden  und  Akten  hat  man

solgende  eben  so  zweckmähige  als  vollständige  Sammlungen,
die  bei  der  genauen  Verbindung  der  weltlichen  und  kirchlichen
Geschichte,  wie  sie  besonders  im  Mittelalter  statt  hatte,  auch
als  Sammlungen  für  die  politische  Geschichte  angeseben  werden

muͤssen.

Jac.  Sirmondi  Coneilia  antiqua  Golliac.  Lutet.  Paris.  1629.
T.  III.  fol.  Pet.  de  la  Lande  gab  1666  ein  Supplement  der-*

