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kerschaften  erobern  die  West-Gothen  das  Land  zwischen
der  Loire  und  den  Pyrenäen;  die  Burgunder  das  Land
zwischen  der  Rhone  und  dem  Aarfluß;  und  Schaaren  von
Flüchtlingen  aus  Britannien  herüber  besetzen  mit  Vergünstigung
  der  Römer  ein  kleines  Stück  Land  an  der  nördlichen
  Küste  Galliens.  Der  Raum,  der  letzteren  mitten  in
Gallien  bleibt,  verengt  sich  immer  mehr,  weil  sich  das  siegreicheste
  aller  Deutschen  Völker  auch  vom  Norden  her  immer
tieser  ins  Land  hereinzicht.

6.  Wahrscheinliche  Veranlassungen,  warum  sich  der  alte
Cherusker,  Bund  in  den  Franken-Bund  verwandelte.
Welche  Einrichtungen  diese  Germanischen  Confdderationen
hatten?

Ungefähr  200  Jahre  nachdem  man  zum  erstenmal
250  den  neuen  Bundes-Ramen  in  der  Geschichte  gex
  hoͤrt,  besetzt  Chlodio  (Ludwig),  ein  Fränkischer  Heerführer

Salischen  Stamms,  fast  das  ganze  Land  zwischen  dem  Nicderrhein
  und  der  Somme.  Meroväus,  wahrscheinlich  sein
Sohn,  der  der  ganzen  Dynastie  den  Namen  gegeben,  verbreitet
sich  bis  an  die  Seine  hin;  sein  Enkel  Chilocrich  streift  bis
nach  der  Loire  zu,  und  sein  Urenkel  Chlodowig  macht  der
Röômischen  Oberherrs#  aft  in  Gallien  völlig  ein  Ende.
GCRECORII  TURONENSIS  (  30%  Ilistoria  Francorum  libri

X  (gehen  bis  501).  Die  beste  Ausgabe  ist  die  von  Ruinart
Paris  1699.  fol.  Sie  ist  wiederholt  bei  Bouquct  T.  II.  S.).  ff.

I.  Dynastie  der  Merovinger.
486  —  752.
1.  Durch  drei  große  Schlachten  gründet  Chlodowig  sein
neues  Reich  in  Gallien,  und  cudigt  seine  Laufbahn  durch