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men  Robert  annahm,  wurden  die  Grafen  in  Bretagne  als
Vasallen  unterworfen.

17.  Doch  außer  dieser  glücklichen  Abfertigung  des  furchtbarsten
  auswärtigen  Feindes  vereinigte  sich  bald  alles,  das
letzte  Verwelken  des  Karolingischen  Hauses  zu  beschleunigen.
Das  Wechseln  der  Regierungen  folgte  so  rasch  auf  einander,
daß  das  Rcich,  allein  aus  dieser  Familie,  innerhalb  hundert
Jahren  neun  Könige  erhielt;  und  unter  allen  neun  war  auch
nicht  einer,  den  die  Natur  zum  Regenten  bestimmt  zu  haben
  schien.  Jeder  suchte  nur  durch  Schenkungen,  die  er
machte,  einen  temporairen  Gehorsam  zu  erhalten,  und  der
Schenkungen  wurden  endlich  so  viele,  auch  des  eigenen  Zugreisens
  wurde  so  viel,  daß  dem  Urenkel  Karls  des  Kahlen,

949  Kön.  Ludwig  IV.,  vom  ganzen  großen  Reich  nur  noch
das  einzige  Laon  zum  eigenen  Besitz  übrig  blieb.

Auch  hatte  sich  schon  zwei  Jahre  nach  Karls  des  Kablen
  Tod  ein  schdnes  Stück  der  südöstlichen  Provinzen  ganz
abgerissen  vom  Reich.  Die  geistlichen  Großen  jener  Gegenden
  hatten  sich  einen  eigenen  König  gewählt,  und  dieser  neue

879  König  von  Provence  oder  von  Arles  wußte  sein  Reich  zu  be-*W
  haupten.

18.  Zum  Glück  zeichnete  sich  unter  den  großen  Familien,
denen  nach  und  nach  die  Ruinen  der  königlichen  Macht  zugefallen,
  nur  eine  vor  allen  übrigen  so  allein  aus,  daß  an
keinen  schweren  Rivalitätskampf  der  Aristokraten  unter  einander
  selbst,  zu  denken  war.  Der  Familie  Herzogs  Hugo
des  Großen  kam  keine  an  Macht  und  an  Ruhm  gleich,
so  wie  auch  ihm  selbst  keiner  aller  übrigen  Großen  an  Macht
und  Tapferkeit  gleich  war.

861  19.  Schon  sein  Urgroßvater  Robert  war  von  Karl
dem  Kahlen  wegen  seiner  ausgezeichneten  Tapferkeit  zum  Her-