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Einrichtung  so  gemacht,  daß,  ehe  noch  zwei  Jahre  verflossen,
ein  neuer  ständischer  Convent  zusammengerusen  werden  mußte.
Allein  die  siändische  Verfassung  gedeihte  doch  nicht  mehr;  die
Stände  selbst  hatren  keinen  Sinn  mehr  für  das  Bedürfniß
häufiger  Zusammenkünfte  und  für  die  bessere  Organistrung
ihrer  Convente;  die  ganze  Richtung  der  öffentlichen  Aufmerksamkeit
  war  seit  kurzem  völlig  verändert.

1487  3.  Kriegerische  Bewegungen  der  Orleansischen  Parthie
und  Vereinigung  derselben  mit  dem  Herzog  von  Bretagne
und  mit  Marimilian  von  Oesterreich  als  Administrator  der
Burgundischen  Lande.  Der  Hergog  von  Orleans  wird  in

1488  der  Schlacht  bei  S.  Aubin  gefangen,  und  in  eben  demselben

S.  Jahr  stir  bt  Franz  11.,  letzter  Herzog  von  „Bretagne.

Ob  ihm  aber  seine  älteste  Tochter  Anna  als  regierende
Herzogin  folgen  könne,  schien  ein  gefährlicher  Krieg  mit  dem
König  erst  entscheiden  zu  müssen.  Doch  dieser  endigte  sich

1491  schnell  durch  einen  Frieden,  auf  den  wieder  die  unerwartete

N.  Vermählung  des  Ködnigs  mit  Anna  so  rasch  folgt,

6.  daß  sie  ein  Theil  der  geheimen  Friedens=  Tractaten  zu  seyn

Dee-  scheint.  Uebrigens  wird  die  Union  des  Herzogthums  Bretagne
  mit  den  Kronlanden,  die  nun  ganz  entschieden  zu  seyn
schien,  noch  durch  verschiedene  Schicksale  bis  1532  aufgehalten.


4.  Der  Krieg,  worin  Marimilian  bie  doppelte  Schmach,
die  er  als  Vater  und  als  Bräutigam  erlitten,  mit  Englischer
Hülfe  rächen  wolte,  dauert  kaum  anderthalb  Jahre  lang.

1403  Im  Frieden  zu  Senlis  überläßt  Karl  VIII.  an  den  Oe-#u

  sterreichisch-Burgundischen  Prinzen  Philipp  die  Grafsch.  Burgund,
  Artois  und  Charolois;  beide  letztere  als  Französische
Lehen.

1494  5.  Unglücklicher  Feldzug  nach  Italien,  um  alte,  vom

Hause