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Hause  Anjou  ererbte  Praͤtensionen  an  Neapel  auszufähren,  bis
und  vielleicht  einen  neuen  Thron  in  Constantinopel  zu  errich.  Olt.
ten.  Ruhe  von  Spanien  vorläufig  zu  erkaufen,  überläßt
Karl  VIII.  an  Ferdinand  den  katholischeu  die  verpfändeten
Grafschaften  Roussillon  und  Cerdaigne,  ohne  auch  nur  den
Pfand-Schilling  wieder  zu  erhalten.  Mal  de  Naples.

6.  Der  größte  Nachtheil  dieser  Expedition  war,  daß  sie
zu  einem  neuen  politischen  Systeme  das  Signal  gab.  Nicht
nur  der  König  wurde  von  dem  neuen  Sysieme  bezaubert,
sondern  auch  der  Adel  und  die  Stände  des  Reichs.  Man
sah  bald  die  auswärtigen  und  besonders  die  Staliänlschen
Kriege  für  ein  so  grotes  Reichs-Bedürfniß  an,  daß  über
dem  vermeinten  auswärtigen  Glanze  des  Reichs  die  Nothwendigkeit
  des  innern  Wohlstandes  und  der  Erhaltung  der
ständischen  Rechte  endlich  ganz  vergessen  wurde.

7.  Karl  VIII.  stirbt  unbeerbt,  und  ihm  folgt  als  näche
ster  Erbe  des  Reichs  Herzog  Ludwig  von  Orleans,  ein  Enkel
dessen,  der  1407  von  Burgundischen  Meuchelmördern  zu  Paris
ermordet  worden.

Ludwig  XII.  1406  —  1515.
a  eb.  27.  Jun.  1462.
verm.  a)  1476  mit  Johanna  T.  Kön.  Ludwigs  XI.  1409.  geschieden.

b)  1400.  mit  Anna,  Wittwe  Kön.  Karls  VIII.  st.  9.  Jan.
1514.
c)  1514  mit  Maria  T.  Kön.  Henrichs  VII.  von  England.


starb  1515.  #.  Jan.

Histoire  de  Louys  XII,  par  CI.  DU  SETYTSSEL,  Archevödue
de  Turin,  J.  DAUTON,  Historiograbhe  du  Hoy,  mise  en
lumiere  por  Th.  GODEFROV.  à  Paris  1615.  4.

Histoire  de  Louys  XII,  Roy  de  France,  Pere  du  Peuple,
Par  J.  DU  SAINCT  GELAIS,  mise  en  lumierc  par  Th.
60DEFROT.  4  Paris  1622.  4.

Spittler's  sämmtl.  Werte.  III.  Bd.  12