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man  nachdrücklich  mit  großen,  strengen!  Reformen,  gegen
deren  Billigkeit  und  Rechtmäßigkeit  nichts  eingewandt  werden

  konnte.  Die  ganze  Verfassung  war  jetzt  schon  so  verdorben,
  daß  das  elende  Projekt  des  Canzlers  du  Prat,  1524
mehrere  Parlamentsstellen  zu  errichten  und  zu  verkaufen,
bald  noch  ein  Hülfsmittel  gegen  den  Desporismus  wurde.

5.  Auch  half  dem  Monarchen  nicht  wenig,  daß  sein
kriegerischer  Adel  in  steten,  auswärtigen  Kriegen  beschäftigt
war,  und  noch  ehe  während  dieser  Regierung  die  große  Verduderung
  in  Ansehung  der  stehenden  Armee  ge=  534
troffen  wurde,  so  war  bereits  eine  Totalveränderung  der
Armatur  und  des  ganzen  Kriegswesens  erfolgk,  die  zwar  schon
von  langem  her  allmählig  sich  gemacht  hatte,  aber  doch  erst
unter  dieser  Regierung  vollendet  worden.

6.  Vielleicht  war  diese  innere  Ruhe  von  Frankreich,
die  bei  der  sichtbarsten  Zunahme  der  koͤniglichen  Macht  nie
merklich  unterbrochen  worden,  die  beste  Frucht  der  vielfachen
Kriege,  die  Franz  oft  so  leichtsinnig  angefangen,  und  gewoͤhnlich
  sehr  unglücklich  endigte.  Nach  1qjährigem  Blutvergießen
  war  das  Resultat  nichts  als  Verlust.  Wie  Franz  1544
seinen  letzten  Krieg  schloß,  hatte  er  Mailand  und  Genua  nicht
mehr,  und  die  Lehenöhoheir  über  Flandern  und  Artois  war
verloren.

1515.  Eroberung  von  Mailand  und  Genua;  ersteres

sprach  Franz  an  als  Erbe  der  Prätensionen  seiner  Gemahlin
Claudia.

Ilistoire  du  recouvrement  du  Duché  de  Milan  in  Soyssel
et  d’Auton  hisl.  de  Louis  XII.  (ebirt  von  Theod.  Gode--froy.)


13.  14.  Sept.  151/5.  Großer  Sieg  bei  Marignano  über  die  Schweizer.
  Herz.  Maximilian  Sforza  von  Mailand  überlätzt  sein  ganies
  Hersogtbum  dem  König,  gegen  einc  Penston.