187

Guisischen  Bruͤder,  Maria  Stuart,  Erbinn  von  Schottland,
wird  1558.  mit  dem  Dauphin  vermaͤhlt.

2.  Diese  Hof-Factionen  hatten  offenbar  auch  auf  die  wäthende
  Verfolgung  der  Protestanten  Einfluß,  die  vom  Ansang
bis  zu  Ende  dieser  Regierung  ununterbrochen  forkdauerte.  Diana
  von  Poitiers  nutzte  die  Gelegenheit  sich  zu  bereichern,

Prinz  Ludwig  von  Condé  aber  sah  bald,  wozu  sich  1558

die  neue  Religions  Parthie  brauchen  lasse,  die  zahlreicher
und  unternehmender  und  standhafter  war,  als  je  leicht  irgend
eine  Hof-Parthie  oder  irgend  ein  Familien-Anhang  werden
konnte.

3.  Neue  Justiz=  Einrichtungen,  zwar  nicht  zunächst  durch
die  Religions-Unruhen  veranlaßt,  aber  doch  sogleich  in  dieser

Rücksicht  benutzt.  Mercurialen.  Errichtung  der  Präsi=  1551
dial-Gerichte.  Neuer  hochster  Gerich:shof  (Parlament)  in  1554

Bretagne.

4.  Krieg  mit  Kais.  Karl  V.,  vorzüglich  durch  die
Deutschen  Händel  veranlaßt;  wegen  Parma  wärde  man  sich

leicht  verglichen  haben.  Henrich  crobert  als  Vertheidiger!

der  Deutschen  Freiheit  und  als  Retter  der  gefangenen  Deutschen
  Fürsten,  Metz,  Toul  und  Verdun,  und  Franz  von
Guise  vertheidige  sich  glücklich  in  Metz.

□n
—
r(

Waffenstillstand  zu  Varcelles  geschlossen.  *

5.  Neuer  Krieg  mit  Kön.  Philipp  II.  von  Spanien,  zuhhr
dem  sich  Heurich  von  P.  Paul  IV.  zwingen  läßt.
10.  Aug.  Groher  Sieg  der  Spanier  bei  S.  Quintin.  Der  Connetable
  Montmorenci  gefangen.
8.  Jan.  15538.  H.  Franz  von  Guise  entreiht  den  Engländern  Calals.
  Maria  von  England  hatte  ibrem  Gemahl  Philipp  zu  Gesaden
  am  Kriege  Theil  genommen.

557