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4.  Erbittert  uͤber  den  elenden  Koͤnig,  der  die  heiligsten
Interessen  leichtsinnig  im  Frieden  aufopferte,  schließt  die  1
eifrigkatholische  Parthie  eine  heilige  Ligue.  Alle  Plane
aber,  die  der  Chef  Herz.  Heurich  von  Guise  dabei  hatte,
werden  vorerst  dadurch  zernichtet,  daß  der  Konig  die  Censbderationsacte
  selbst  unterschreibt.

Große  Bewegungen  auf  dem  Reichstage  zu  Blois,  die
königliche  Gewalt  durch  einen  ständischen  Ausschuß  sehr  einzuschränken;
  zum  Glück  des  Königs  können  die  Stände  über
den  Hauptpunkt,  Behandlung  der  reformirten  Parthie,  nicht
einig  werden,  ob  sie  schon  auf  Cassirung  des  letzten  Religionsfriedens
  dringen.  "  i

5.  Krieg  der  Protestanten,  den  cassirten  Religionsfrieden
  zu  behaupten,  der  aber  kaum  neun  Monate  lang
dauert.  Im  neuen  Frieden  wird  zwar  die  Religions-  8
freiheit  mehr  eingeschraͤnkt,  aber  den  Reformirten  bleiben
doch  ihre  acht  Fesiungen  im  Reich  und  die  Chambres  mi-Partics.


6.  Der  neue  Krieg,  der  bald  wieder  folgte,  war  eben
so  bald  wieder  geendigt,  weil  er  blos  Parthie-Erplosson,
nicht  aber  Plan  der  Chefs  war.  Seit  daß  aber  der  einzige
Bruder  des  Koͤnigs,  der  Herzog  von  Alencon  gestor#  *
ben,  und  das  Aussterben  des  ganzen  Hauses  Valois  #“
zu  stehen  schien,  erwachten  mit  einemmal  neue  Hoffnungcn
und  Projecte  der  Guisischen  Parthie.  Der  Bourbon  Hen
rich  von  Navarra,  der  das  naͤchste  genealogische  Recht  zur
Krone  hatte,  war  ein  Ketzer;  Herz.  Henrich  von  Guise,  ein
Karolinger!  dem  die  Capers  und  Valois  nach  langer
Usurpation  billig  wiebek  weichen  sollten,  schien  unter  Beguͤnstigung
  der  katholischen  Parthie  den  Thron  besteigen  zu  koͤnnen.
  Navarra's  Oheim,  Card.  Karl  von  Bourbon,  mit

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