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liche,  oft  recht  keltisch  richtige  Zusammenstellung  aller  vorbandenen

  Nachrichten.

5.  Die  Ackeurs  wechselten  recht  Hofparthienartig  ihre
Rollen,  mit  einer  unglaublichen  Sorglosigkeir,  ob  nicht  endlich
  durch  solche  Veränderungen  alles  Zutrauen  verloren  gehe?
  Bald  war  Conde  für  Mazarin,  bald  gegen  ihn;  bald
schienen  die  drei  Geschwisirige,  der  heroische  Conde,  der
schwache  Conti,  und  die  intriguante  Herzoginn  von
Longueville  ein  Interesse  zu  haben,  bald  waren  sie  gegen
einander.  Bald  schlossen  Mazarin  und  die  Frondeurs  schnell
eine  Coalition;  bald  wurde  jener,  durch  die  Cabalen  von  diesen,
  wie  ein  Verbrecher  zum  Reich  hinausgetrieben.  Außer
dem  seinen,  pspychologischen  Spiel  der  Charaktere  der  Hauptpersonen
  ist  nichts  so  merkwürdig  in  dieser  Geschichte,  als
die  gesellschaftliche  Organisation,  die  damals  in  Paris  eristirte,
  und  vermittelst  welcher  mißvergnügte  Große  solche  Unruhen
  erregen  konnten.  4

6.  Der  König  erklärt  seine  Volljährigkeit,  und  1651
jeder  Widerstand  gegen  die  Regierung  wurde  eben  dadurch  e4.
nun  strafbarer.  Die  Agitationen  dauern  zwar  ein  volles  Jahr
hindurch  noch  immer  fort,  weil  Stürme,  die  so  entstanden
waren,  unmdglich  mit  einemmal  aufhören  konnten,  aber  die
General-Amnestie,  die  der  Khnig  am  Tage  seines  neuen  3682
Einzugs  in  Paris  publiciren  lich,  machte  den  Bewegun-  5
gen  vollig  ein  Ende.  Der  Coadjutor  kam  wohl  verdientermaaßen
  nach  Vincennes;  Conti  freute  sich,  eine  Niece  von
Mazarin  heurathen  zu  dürfen;  nur  Conde  blieb  durch  ein
Mißverständnitß  bei  den  Spaniern,  wohin  er  sich  geflüchtet
hatte,  und  wurde  erst  durch  den  Pyrenäischen  Frieden  restituirt.
  Cardinal  Mazarin  hält  den  glorreichsten  Einzug  zu  1653
Paris.  Zzir.

1.
ct.