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26.  Große  Finanznoth  am  Franzbsischen  Hofe  waͤhrend
dieses  Kriegs;  neue  Hülfsmittel,  die  man  brauchte,  Geld
berbeizuschaffen.  Pelletier,  Colberts  Nachfolger  als  Controleur
  Générel,  legt  seine  Stelle  selbst  nieder;  der  junge
Pontchartrain  erhält  sie,  und  bald  darauf  nach  Seig  ne=  7689
lais  Tod  noch  überdieß  die  Stelle  des  Staatssecretairs  der  1690
Marine.  Es  war  der  letzte  vollendende  Zug  im  Despoten-Charakter
  Ludwigs  XIV.,  daß  er,  nach  Absterben  seiner  alten,
  großen  Minister,  lauter  junge  Männer  nahm,  die  er
sich  recht  nach  seiner  Hand  ziehen  zu  können  hoffte.  So  erhielt
  damals  auch  der  junge  Torcy  die  Anwartschaft  auf  das
Staatssecretariat  seines  Barers  Croissy,  und  da  sieben  Jahre
nachher  der  Vater  starb,  war  jener  noch  so  jung,  daß  169“
man  ihm  seinen  Schwiegervater  Pomponne  zur  Leitung  geben.
mußte.  Eben  so  wurde  nach  Louvois  Tod  der  zweite  697
Sohn  desselben,  der  18jährige  Barbesieur,  Krlegsminl-Juli
ster,  und  wie  der  Marsch.  von  Luxemburg  starb,  198
erkhielt  der  liebe  Villeroi  seine  Garde-Capitain=  Stelle.  Jan.=27.

  Rvswiker  Friede,  durch  den  Turiner  Frieden  1697
vorbereitet.  Gegen  Spanien  und  seldst  gegen  Deutschland
schien  Ludwig  XIV.  dießmal  großmüthig  zu  seyn;  der  Herzog
  von  Lothringen  bekam  endlich  sein  Land  wieder,  und
Wilhelm  III.  wurde  als  König  von  Großbritannien  anerkannt.
  Für  den  Prätendenten  war  schon  in  einer  geheimen
Verabredung  mit  Kön.  Wilh.  III.  recht  gut  gesorgt  worden,
aber  der  alte  Jacob  1I.  war  zu  eigensinnig.

Annales  de  la  Cour  et  de  Paris  pour  les  annces  1605  ct  1698.

Cologne  1701l.  2  Tom.  12.  -

28.  Neue  Organisirung  der  Pariser  Polizei.  Die  innere
Ruhe,  besonders  aber  die  der  Hauptstadt,  war  am  Endeeines
  kostbaren,  neunjährigen  Krieges  hochst  ungewiß.  Der