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wuͤrden  gehoben  werden  koͤnnen,  war  sehr  zweifelhaft,  denn
das  Parlament  zu  Paris  erklärte  mit  einem  hoͤchst  unerwarteten
  Patriotismus,  daß  bloß  die  Reichsstände  neue
Steuern  verwilligen  könnten.  Eben  dieselbe  Standhaftigkeit
dieses  Corps,  die  ehedem  so  oft  bei  Jansenistischen  und  Quesnellischen
  Streitigkeiten  aller  Macht  des  Königs  getrotzt  hatte,
  wandte  sich  nun  auf  den  wichtigsien  Punct  des  Staatsrechts,
  und  der  Minister  stund  am  Scheideweg  —  die  Parlamente
  zu  zernichten,  oder  die  Reichsstände  zu  rufen,  oder  eine
Banqueroute  zu  erklären.  An  wirkliche  Eintreibung  der
Steuern  war  nicht  zu  denken,  so  lange  der  Widerspruch  der
Parlamente  fortdauerte.

7.  Der  Minister  wagt  die  Zernichtung  der  Parlamente,

Mai-  und  die  neuerrichtete  Cour  plenière  würde  dem  Despetismus

  seinc  höchste  Vollendung  gegeben  haben.  Bald  zeigt
sich  aber  die  volleste  Unmöglichkeit,  selbst  mit  den  Waffen  in

der  Hand  die  ergriffenen  Maaßregeln  zu  behaupten.  Alle

25.

Provinzen  und  alle  Stände  und  alle  Classen  von  Menschen
soderken  die  Zusammenberufung  der  Stände,  und  der  einzige
mögliche  Ausweg,  der  sich  fand,  eine  Banqueroute  erklären,
  war  dem  eigenen  Interesse  aller  derer,  die  durch
ihren  Rath  auf  den  Koͤnig  Einfluß  haben  konnten,  eben  so
sehr  zuwider  als  dem  Herzen  des  Kduigs  selbst.  Den  8.
Aug.  erscheint  endlich  ein  Schluß  des  Staatsraths,  daß  den
1.  Mai  künseigen  Jahrs  die  Reichsstände  versammelt  seyn
sollten.  Die  Gour  hlenière  wird  vorläufg  aufgehoben.

8.  Gleich  darauf  geht  der  Principalminister  ab;  Necker

Aus  ·  wird  Director  der  Finanzen  und  erbält  Sitz  und  Stimme

im  Staatsrath.  Die  Parlamente  gewinnen  in  einer  unbedingten
  Restitution  den  vollesten  Sieg  über  die  königliche
Machr.