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22.  So  drohte  erst  der  ganze  Staat  unter  den  wildesten
Volksgährungen  zu  Grunde  zu  gehen;  bald  darauf  bemächtigte
  sich  eine  Arisiokratenparthie  aller  Prärogativen  der
Krone;  und  endlich  gewann  wieder  eine  Hofparthie  so  die
Uebermacht,  daß  dem  jungen,  schwachen  König  selbst  vom
Parlament  konstitutionswidrige,  große  Gewait  übertragen
wurde.  Gleich  darauf  aber  verlor  er  Krone  und  Leben;  sein
eigener  Verwandter,  Herzog  Henrich  von  Lancaster  raubte
sie  ihm.  Kdn.  Henrich  IV.

23.  Henrich  IV.  behauptet  seine  Usurpation  selbst  durch
das  Parlament,  und  rettet  sich  glücklich  unter  einer  Menge
von  Verschwdrungen.  Sein  Sohn  Henrich  V.  macht  seine
Regierung  sehr  glorreich  durch  große  Eroberungen  in  Frankreich.
  Während  daß  aber  der  Adel  aus  Gelegenheit  der
Franzbsischen  Kriege,  auf  dem  fesien  Lande  sich  herumtrieb,
nutzte  die  Geistlichkeit  ihre  Stimmenmehrheit  im  Parlament,
  um  strenge  Gesetze  gegen  die  Ketzer  (Willefiten,  Lollarden)
  zu  behaupten,  und  den  Sturm  desto  glücklicher  zu
bestehen,  den  der  mächtig  gewordene  dritte  Stand  nicht  nur
einmal  auf  ihre  Güter  machte.

Th.  de  Elmbam  vita  et  res  gestae  Henrici  V.  primus  edidit

Th.  IHearne.  Oxon.  1727.

Titi  Livü  Forojuliensis  vita  UHenrici  V.  acc.  Epp.  a  variis  Angliac
  Principibus  scriptac.  primus  edidit  Th.  I##arne.  Oxon.
t-  history  of  tbe  reign  of  Henry  V.  Lond.  1704.

24.  Mit  der  Regierung  Henrichs  VI.,  der  neun

1300—
1413

1413-1422


1422-Monate
  alt  war,  wie  er  durch  den  Tod  seines  Vaters  König  %

geworden,  eröffnete  sich  eine  b4jährige  Reihe  großer,  innerer
Unruhen.  Der  Krieg  der  rothen  und  weißen  Rose  brach
aus;  dem  regierenden  Hause  Lancaster  (rothe  Rose)  macht
das  Haus  York  (weiße  Rose)  die  Krone  sireilig,  und  Hen-1453

