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rich  VI.  selbst  wurde  ein  Opfer  dieses  Kriegs,  der  aber  6o#
Personen  der  königlichen  Familie  und  mehr  als  die  Hälfte
des  Englischen  Adels  hinwegnahm.  Der  Verlust  der  schoͤnsten
  Besitzungen  auf  dem  festeu  Lande,  der  von  1436  bis
1453  erfolgte,  war  das  geriugste  Uebel.  Alle  weitere  Entwicklung
  der  Constitution  wurde  aufgehalten,  aller  Patriotismus
  verwandelte  sich  in  Parthiegeist,  und  die  Sitten  des
höheren,  edleren  Theils  der  Nation  arteten  in  kriegerische
Wildheit  aus.  Allein  die  Bauern  gewannen  dabei;  die  Leibeigenschaft
  nahm  ab,  denn  die  Fälle  kamen  gar  zu  häufg,
daß  der  Adel  seine  Landleute  und  Hörige  bewaffnen  mußte.

25.  Das  entscheidendste  Unglück  des  schwachen  Kön.  Hen-1445richs
  VI.  war  seine  Vermählung  mit  Margdreth  von  Anjon,
Tochter  des  Titularkön,  von  Neapel,  Sicilien  und  Jerusalem.
Schon  vorher  hatte  Wilhelm  de  la  Pole,  Graf  von  Suffolk,
ein  elender,  verrätherischer  Minister,  der  mehr  für  Frankreichs
  als  für  Englands  Nutzen  sorgte,  den  König  völlig  beherrscht;
  seit  daß  er  aber  diese  Heurath  geschlossen,  und  selbst
auch  die  neue  Königin  seine  Parthie  genommen,  schien  seiue
Herrschaft  auf  ewig  gegründet.  Der  muthvolle  Herzog  Nichard
von  Bork,  der  den  Grundfehler  der  ganzen  Regierung  in  der
Schwäche  des  Koͤnigs  suchte,  faßte  den  kühnen  Entschluß,
1450  sich  selbst  auf  den  Thron  zu  setzen.  Suffolk  mußte  sterben;
der  Herzog  von  Vork  ließ  sich  zum  Protector  erklären,  und
1460  ob  er  schon  in  der  Schlacht  bei  Wackefield  blieb,  so  gien-De
  gen  doch  alle  seine  Hoffnungen  auf  seinen  Sohn  Eduard  über.
4.  März  1461  wurde  dieser  zu  London  kfeierlich  als  Konig
anerkannt.  Hemich  VI.  war  so  unbedeutend,  daß  König
1361  Eduard  1V.  vorerst  nicht  nothwendig  fand,  ihm  das  Leben
1483  zu  nehmen.

Iistoire  de  Marguerite  d'Anjou,  H.  d’Angleterre,  par  Pábbé
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