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Jabre  lang  auf  eine  bekohnende  Bewährung  der  vielfach  gege,
benen  paͤbstlichen  Canzlei-Hoffnungen,  läst  sich  aber  endlich
dem  eingelaufenen  Gutachten  mehrerer  Universitäten  gemäß,
ohne  den  Pabst  scheiden,  und  vermählt  sich  erst  in  der  Stille
mit  Anna  von  Bolcyn.  Hiemit  war  auch  Wolsey'e  Fall  entschieden;
  und  Thom.  Craumer,  der  als  Rathgeber  bei  die=  1532
sen  Begebenheiten  sein  Glück  macht  und  Erzbischof  von  Canterbury
  wird,  erhälr  sich  14  Jahre  in  der  Gnade  des  launen--vollessen
  Königs  durch  seine  fast  beispiellose  Klugheit  und
erprobteste  Rechtschaffenheir.

4.  Der  Koͤnig  wendet  sich  erst  ganz  langsam  los  von  der
NRömischen  Kirche,  weil  er  noch  immer  die  päbstliche  Anerkennung
  seiner  zweiten  Ehe  hofft,  bis  endlich  Klemens  VII.  nach
langem  Jaudern  doch  zuletzt  in  der  Uebereilung  in  einem
feierlichen  Consisterium  die  erstere  Ehe  noch  einmal  für  gül=  1534
tig  erklaͤrt.  Nun  erst  Supremat-Eid.

5.  Unglückliche  Lage  redlicher  gewissenhafter  Männer.
Wer  die  Rbmische  Lehre  von  sieben  Sacramenten  und  von
der  Messe  nicht  annehmen  wollte,  mußte  als  Ketzer  sterben;
wer  den  Supremat=  Eid,  mit  dem  leider  die  Anerkennung
der  Göltigkeit  der  zweiten  königlichen  Ehe  zusammenhieng,
zu  schwören  sich  weigerte,  mußte  als  Rebell  sterber.  Dies
galt  selbst  dem  Lehrer  des  Königs,  dem  B.  Jehann  Fischer
von  Rochester,  und  dem  Frcunde  des  Königs,  dem  Canzler
Thom.  Morus.

Goil.  Hoperi  vita  Th.  Blori  lingun  Anglicano  conterta.  acc.
blura  alio.  Edid.  Th.  Ilearne.  1716.  Engl.  London  1731.
Memoirs  of  tho  Lise  of  Sir  Th.  More;  by  Dr.  WARNER.

Tond.  1758.  3.

°6.  Was  hätte  aus  der  Englischen  Freiheits  -Verfassung
werden  müssen,  wenn  die  Secularisirung  von  mehr  als  tausend