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1616.  6.  Jun.  verstattete  Wiedereinlösung  der  dtryfandelen  Nie,
derländischen  Plätze.

1618.  Unterdandlungen  wegen  Vermählung  des  Kronprinzen  mi#
ceiner  Spanischen  Infantim,  lange  Zeit  eben  so  unpolitisch  gee
führt  als  endlich  rasch  abgebrocken  durch  die  Treulosigkeit  des
Englischen  Ministers  des  Herzoge  von  Buckingham.

Seltsame  Verwicklung  der  Restitutionssache  seines  Tochtermanns
Churf.  Friederich  V.  von  der  Pfalz  in  diese  Heiraths-Projecte.
4.  Unter  seinen  Anstalten  für  Landes-Cultur  und  zweckmäßige

  Anlegung  von  Colonien  zeichnen  sich  die,  so  Irrland
  betrafen,  weit  mehr  aus,  als  alle  Versuche,  die  in
Nordamerika  gemacht  worden.

5.  Tiefgefuͤhlte  Ueberzeugungen  des  Königs,  daß  seine
Gewalt  unmittelbar  von  Gott  und  ganz  unumschränkt  sey;
scharfer  Contrast  derselben  mit  den  —  unaufhaltbar  fermentirenden
  Meinungen  des  Publikums.  Anstalten,  die  besonders
  auch  in  Beziehung  auf  Preßfreiheit  gemacht  wurden,
dieser  Gährung  zu  steuren.  Die  episkopalistischroialistischen
Parthie  geräth  durch  den  Widerspruch,  den  sie  immer  mehr
leidet,  in  eine  unpolitische  Verschärfung  ihrer  Ueberzeugungen
  und  Hypothesen,  und  diese  Verschärsung  reizt  mehr,
als  daß  sie  überzeugt  oder  betäubt.

6.  Untersuchung  der  reellen  Grundlagen,  auf  welchen
damals  die  kdnigliche  Macht  in  England  beruhte.  Ob  diese
Grundlagen  gegen  einen  drohenden  Wechsel  von  Meinungen
und  allgemeinen  Ueberzeugungen  ausdauren  konnten?  Hatte
Jacob  I.  die  Kunst  verstanden,  die  vielen  kleinen  Fäden,
vermittelst  welcher  ein  Volk  geführt  werden  kann,  wenn
auch  die  gewöhnlichen  starken  Bande  morsch  zu  werden  anfangen,
  behende  zusammenzufassen  und  zu  leuken,  so  würde
die  Gefahr,  die  schon  im  vollen  Anzuge  war,  vielleicht  doch
noch  abgewandt  worden  seyn.

Spittler's  szmmtl.  Werke.  11I.  Bd.  19