329
„28.  Seit  daß  sich  Cornwallis  in  Yorktown  mit  einer  ½8
beträchtlichen  Armee  zum  Kriegsgefangenen  hatte  ergeben  mäs.  Okt.
sen,  war  die  Souveraoinctät  von  Nordamerika  entschieden.
Gleich  darauf  gewannen  auch  die  Franzosen  mit  Hyder  Alys
und  der  Maratten  Beistand  die  Obermacht  in  Ostindien;
Minorca  wurde  von  den  Spaniern  erobert,  und  obschon
Gibraltar  sich  hielt,  auch  Rodney  durch  einen  großen  Stesieg  3
bei  Dominique,  Jamaica  rettete;  so  war's  doch  hohe  Zeit,  urr.
Frieden  zu  schließen.  Eine  große  Veränderung  des  seit  zwölf
Jahren  ibestehenden  Ministeriums  bahnre  den  Weg.
A  view  okl  the  bistory  of  Great-Britain  during  tbe  admioistra.
tion  of  Lord  North.  London  1282.  8.

Histoire  de  Tadministration  de  Lord  Norib  (1770-1282).  F.  I.

II.  London  1784.  8.

9.  Schon  in  den  Präliminarien,  die  mit  den  Cougreß-Deputirten
  zu  Paris  geschlossen  worden,  war  alles,  was  82
Nordamerika  betraf,  klar  entschieden.  Großbritannien  er-  Ror.
kannte  die  volle  Souverainerät  der  vereinigten  Provinzen;
als  westliche  Hauptgränze  derselben  wurde  der  Misisippi  angenommen,
  als  nördliche  der  S.  Croir  Fluß,  als  südliche  der
Mary=  Fluß.  Der  #Exfolg  hat  bewährt,  daß  Nordamerica's
Freiheit  ein  wahrer  Gewinn  für  England  gewesen;  aber  das
ganze  Colonistrungssistem,  das  man  seit  mehr  als  achtzig  Jabren
  in  England  besolgt,  zeigte  sich  hier  in  seinen  letzten  nothwendigen
  Folgen.  Ob  je  Folgen  dieser  Art  auch  bei  den
kostbaren  neuen  Anlagen  in  Neu=  Süd-Wales  zu  fürchten
  seyn  moͤchten,  ist  bei  der  ganz  eigenen  Art  dieser  Etablissements
  unmiglich  mit  einiger.  Gewihheit  vorauszusagen.

10.  Im  Frieden  mit  Frankreich  mußte  die  alte,  seit  1713  1783
bestehende  Verbindlichkeit  wegen  Dünkirchen  nachgelassen  werden.
  S.  Lucie,  Tabago,  Pondicheri,  Senegal  und  Goree  blie-  ç