I.  Per.  Aeltere  Geschichte
bis  zur  Utrechtischen  Union  (1579),  als  der  Entstehungs-Epoche
  dieses  Staaten-Vereins.

1.  Sämmtliche  vereinigte  Niederlande  waren  ehedem
ein  Theil  von  Deutschland;  die  Entwicklung  ihres  gesellschaftlichen
  und  politischen  Zustandes  war  also  durchs  ganze  Mittelalter
  hindurch  eben  dieselbe  wie  jedes  andern  Deutschen
Landes.  Nur  brachte  das  charakteristische  des  Lokalen  bald
auch  Verschiedenheiten  der  Cultur  hervor,  die  auf  den  politischen
  Zustand  großen  Einfluß  hatten.

2.  Philipp  der  kühne,  der  jüngste  Sohn  Kön.  Johanns
von  Frankreich,  der  das  Herz.  Burgund  als  Französisches  1363
Lehen  erhalten,  und  der  Stifter  eines  Neuburgundischen  Hauses
  geworden,  erhielt  durch  Vermählung  mit  der  Erbgräfinn  1360
Margareth  von  Flandern,  die  Grafsch.  Flandern,  Arkois,  Nevers,
  Rekhel,  Salins  und  Mecheln.  Diesem  ersten  Fond
wuchs  innerhalb  100  Jahren  fast  das  ganze  übrige  Niederland
  zu,  und  der  letzte  vom  Mannssiamme  dieses  Hauses
Herzog  Karl  der  kühne  von  Burgund  besaß  einel  407
wahrhaft  königliche  Macht.

1363—  1404.  Pdhilipp  der  kühne.

1404  —  1419.  Johann  der  Unerschrockene.

1419-  1467.  Philipp  der  gütige.  Erhält  1426  Namur  durch
Vergleich  mit  dem  letzten  Grasen.  1430  das  Herz.  Brabant
und  Limburg  durch  den  Tod  seines  Vetters  Philipp,  dessen
Vater  diese  beide  Herzogthümer  von  einer  mütterlichen  Groß-Dante
  geerbt  hatte.  1433  die  Grasschaften  Hennegau,  Holland,
  Seeland  und  Westfriesland.  durch  Vergleich  mit
Jakobäg  von  Baiern.  1443  Luremburg  durch  Vergleich  mit
der  Erbprinzessinn  Elisabeth,  Enkel-Kochter  Kals.  Karls  IV.
1467  —  1477.  Karl  der  kübne.