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and  so  wenig  der  Herzog  von  Alba  einem  Kriege,  der  über  all
ausbrach,  zu  steuern  vermochte,  oder  mit  Hülfsmitteln,  die
ist  ganz  aufgebraucht  seyn  mußten,  einen  immer  gefährli.
cher  werdenden  Kricg  vollenden  konnte,  so  schwer  war's
doch,  den  Insurgenten  eine  Richtung  zu  geben.  Sie  kwußten
  wohl,  was  sie  nicht  wollten;  aber  nicht,  was  sie  wollten.
  Ein  bischen  Politik  und  planmäßige  Nachgiebigkeit
hätte  den  ganzen  Sturm  noch  zerstreuen  kdunen;  aber  Alba
—.  war  bis  zum  Augenblick  seiner  Abreise  für  die  unerbittlichste
  Fortsetzung  der  militärischen  Strenge,  und  wie  sein
Nachfolger  Ludwig  von  Zuniga  und  Re  quesens
mehr  Sanftmuth  und  Liebe  zu  brauchen  suchte,  war  nicht
nur  alles  Zutrauen  schon  verloren,  sondern  auch  der  General-Gouverneur
  selbst  war  nicht  mehr  Herr  was  er  thun
wollte,  den  seine  —  nicht  richtig  bezahlten  Soldaten  schrieben
  ihm  oft  Gesetze  vor.  6
53  18.  Der  Sieg  auf  der  Mookerheide  bei  Nim.
Aprilweg  ein  war  also  fruchtlos;  der  neuen  Amnestie  wurde  nicht
geglaubt,  und  von  bloßen  Amnestien  war  auch  nicht  mehr
die  Rede,  denn  die  Niederländer  wollten  auch  für  die  Zukunft
  mehr  gesichert  seyn,  als  Philipps  bloßes  Wort  sichern
konnte.  Ueberdieß  waren  die  Holländer  und  Seeländer  jetzt
ent  schon  so  weit  vorgeschritten,  daß  sie  dem  Prinzen  Wilhelm
J  von  Oranien  alle  Gewalt  auftrugen,  die  ein  Chef  in  solchen
Jeiten  nothwendig  habe.  Doch  wären  die  Infurgenten  gewiß
  noch  unterjocht  worden,  wenn  nicht  zu  ihrem  groͤßten
1526  Glück  der  General-  Gouverncur  von  Requesens  um  diese
5.  Zeit  gestorben  wäre.
Mir.  19.  Achtmonatliche  Interims-Administration  des  Staatsraths
  in  Brüssel  als  hoͤchsten  Landes-Collegiums,  bis  endlich
Mor.  der  neue  General,  Gouverneur  Johann  von  Ausiria