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ankam.  Umer  den  Soldaten  aber  hrachen  waͤhrend  dieser
Zeit  die  wildesten  Empoͤrungen  aus,  bei  welchen  die  suͤdlichen
  Provinzen  noch  weit  mehr  litten  als  die  noͤrdlichen,  und
besonders  Antwerpen  ein  Beispiel  der  graͤuelhaftesten  Verheerungen
  wurde.  Daher  vereinigten  sich  fast  alle  Niederlaͤndischen
  Staaten  durch  die  Gentische  Pacisication  mitgal
den  Ständen  von  Holland  und  Seeland  —  die  fremden
Soldaten  aus  dem  Lande  zu  entfernen,  auf  einem  nächstens
zu  haltenden  General,  Landtag  die  Religions=  Sachen  anzuordnen,
  und  alle  Poenal-Edicte  zu  suspendiren,  bis  durch
einen  solchen  allgemeinen  Convent  alles  entschieden,  alles
neu  eingerichtet  worden.  Der  neue  Generat.  Statthalter  sanctionirt
  endlich  selbst  auch  den  Gentischen  Vertrag  durch  das
sogenannte  Edicum  perpetuum.  Man  versprach  ihn  als  17
General,  Statthalter  zu  erkennen,  sobald  die  fremden  Trup-Lekr
pen  das  Land  verlassen  haben  würden;  nur  die  Stände  von
Holland  und  Seeland  wollten  es  nicht  eher  than,  bis  allen
Landesbeschwerden  und  Verletzungen  der  Nationalrechte  gebolfen
  sev.
*  20.  Do  sich  aber  bald  zeigte,  wie  wenig  Johann  von
Auftria  es  redlich  meine,  so  fiengen  selbst  die  südlichen  Staaten
  den  Krieg  gegen  ihn  an,  und  Prinz  Wilhelm  wurde  zum
Ruward  von  Brabant  gewählt.  Zwar  setzten  seine  Geg-  ##
ner  es  durch,  daß  man  den  jungen  Erzherzog  Matthias  von
Oesterreich  zum  Ober-Statthalter  machte;  sie  gewannen  aber
wenig  damit,  denn  Wilhelm  wurde  zugleich  zu  seinem  General-Vicarius
  gewählt,  und  überdieß  zum  Satatthalter  von
Brabant  gemacht.

21.  Offenbar  war's  eine  seltsame  Idee,  noch  neben  dem
General-Statthalter  Erzberzog  Matthias  auch  den  Herzog  158
von  Anjon  als  Beschützer  der  Niederländischen  Freiheit  —