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anzunehmen,  und  ihm  die  unbestimmte  Versicherung  zu  geben,
  wenn  man  einst  ralhlam  erachten  würde,  einen  andern
Laudesherrn  zu  wählen,  so  sollte  er  vor  allen  andern  dazu  berufen
  werden.  Allein  die  Furcht  der  katholischen  Parthie,
von  ihren  Religions-Gegnern,  deren  Macht  täglich  wuchs,
sich  endlich  verdrängt  zu  sehen,  und  das  Bestreben,  recht
viele  andere  Mächte  ins  Interesse  zu  ziehen,  verleitete  zu  Projecten
  aller  Art,  und  niemand  hatte  sich  damals  noch  die
Idee  klar  genug  gedacht,  daß  cs  bis  zuin  voͤlligen  Losreissen
von  Spanien  endlich  kommen  müßte,  und  noch  weniger  daran
  gedacht,  daß  sich  die  Stände  selbst  zum  Souverain  erklären
  könnten.

22.  Tod  des  Pr.  Johann  von  Austria;  Prinz  Alerander
von  Parma  wird  neuer  General=  Statthalter.  Das  widernatürliche
  der  Union  der  nördlichen  und  südlichen  Provinzen
wacht  sich  immer  mehr  fühlbar.  In  jenen  war  die  Parthie
der  neuen  Lehre  die  triumphirende,  in  diesen  die  katholische
Parthie;  in  jenen  war  die  Geistlichkeit  als  ständisches  Corps
ganz  verdrängt,  in  diesen  war  die  Parthie  der  Aebbte  die
mächtigste  und  wohlhabendste  Parthie  derselben  in  jenen  war
Prinz  Wilhelm  fast  ohne  allen  Rivalen  ganz  allein  der  dirigirende
  Mann,  in  diesen  war  manche  große  Familie,  die  sich
en  Reichthum  und  Macht  dem  Nassauer  gleich  hielt.

23.  Particulär=  Union  der  nördlichen  Provinzen,  der
Gentischen  General-Union,  wie  es  hieß,  ganz  unbeschader,
durch  geheime  Besörderung  des  Prinzen  Wilhelm  zu  Ut,

1579  recht  geschlossen.  Durch  ein  sonderbares  Zusammentref.
fen  nachfolgender  Geschichten  wird  diese  Acte  höchst  zufälliger
Weise  das  Fundamental-Gesetz  eines  souverainen  Staaten-Vereins,

  so  ungeschickt  sie  auch  dazu  war.
Diese  Particulär,  Union  hatten  erst  nur  fünf  Landschaf-