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Provinz  Holland,  weil  man  wegen  Reducirung  der  Lard-Armee
  nicht  einig  werden  konnte.  Kraft  eines  Schlusses  der
General=  Staaten,  deren  Majorität  sicher  Oranisch  war,  sollte
  eine  feierliche  Gesandschaft  in  den  Holländischen  Städten
herumreisen,  die  Magistrate  derselben  besser  zu  disponiren;
der  Prinz  setzte  sich  selbst  an  die  Spitze  dieser  Gesandschaft,
erfuhr  aber  an  mehreren  Orten  die  empfindlichste  Kränkung,
und  wollte  sich  durch  ein  großes  Wagestück  belsen.  Er  läßt
sechs  Deputirte  zur  Versammlung  der  Staaten  von  Holland
1650.  —  im  Haag  arretiren  und  nach  L5wenstein  bringen;  an
Zul.äben  demselben  Tage  sollte  Amsterdam  durch  ein  Corps  Truppen
  überfallen  werden.  Doch  dies  letztere  vereitelle  die  Wachsamkeit

  des  Burgermeister  Vikker-Herstelde

  Lecuw,  ol  the  Discours  over  bet  gepasscerde  in
de  Vercechigde  Nederlanden  in  't  Jaer  1650  —  1651,  door
L.  v.  A.  (L.  van  AlrzZEMA))]•Gravenhaage  1652.  1.

9.  So  viel  nun  aber  doch  der  Prinz  durch  einige  Vergleiche
  zu  gewinnen  schien,  so  sehr  schlug  alles  durch  seinen
165c.uner  warteten  Tod  um.  Acht  Tage  nachher  wurde  sein

ho.  tinziger  Sohn  Wilhelm  III.  geboren.

10.  Ausserordentliche  grosse  Versammlung  von

1651.  Deputirten  der  Stände  aller  vereinigten  Staaten,
  wegen  der  Union,  Religion  und  Milizdie  nöthigen  Maaßbus
  regeln  zu  treffen,  denn  einen  so  geschickten  Zeitpunkt  wie  diesen,  be-Aug.
  kam  die  elfrigrepublicanische  Parthie  nie  mehr.  Noch  ehe  aber
der  Convent  eröffnet  worden,  waren  die  wichtigsten  Verän--derungen
  schon  gemacht.  Fast  öberall  räumte  man  den  Stadtmagistraten
  das  Recht  ein,  sich  selbst  zu  besetzen,  und  was
der  Statthalter  in  einzelnen  Provinzen  bisher  besessen,  wurde
in  den  meisten  derselben  von  den  Ständen  elngezogen,  denn