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Herkommen  und  Unterdruͤckung  zu  behaupten,  und  der  junge
Wilhelm  Tell,  Fürstens  Schwiegersohn,  der  erste  aus
ihnen,  den  wieder  neues  Unrecht  reizte,  erschoß  den  Landvogt
Geßler,  so  bald  er  seiner  maͤchtig  geworden.

Mit  Tells  Geschichte  ists  gegangen,  wie  es  mit  den  meisten
Begebenheiten  zu  gehen  pflegt,  die,  ein  kleiner  Anfang  .später—-folgender
  großer  Dinge,  erst  eine  Zeitlang  in  der  Tradition  sich
umhertreiben,  und  alsdenn  von  ausschmückenden  Chroniben-Schreibern

  aufgefaßt  werden.  Der  Verfasser  der  Schrift  Guillaume
  Tell.  Fable  Danoisc.  1360.  8.  hat  aber  ein  trauriges
Erperiment  gemacht,  wie  viel  in  Republiken  dem  bistorischkritischen
  Untersuchungsgeist  entgegenstebe.  Unter  den  Widerlegungen
  desselben  zeichnen  sich  aus  die  von  Balthafar  (Defense
  de  Guill.  Tell.  1760.  8.)  und  die  von  Zurlauben.
(Guill.  Tell.  Paris.  1767.  8.)

Hos  0.  Allgemeiner  Aufstand  der  drei  Wald-Inn.
  Städte;  Verjagung  der  Landvögte;  Zerstörung  der  Twing-Burgen.
  Umsonst  rüstet  sich  Kaiser  Albrecht  zur  Bestrafung.
Sein  Nachfolger  in  der  Deutschen  Regierung  bestätigt  den
Wald-Städtern  feierlich,  was  ihnen  Albrecht  zu  entziehen
gesucht  hatte,  und  ihr  zehen  jähriger  Bunmd  erhälr  sich.
10.  Bei  der  zwistigen  Deutschen  Königswahl  zwischen
Ludwig  von  Baiern  und  Friederich  von  Oesterreich  erklären
sich  die  Wald-Städte  für  den  ersteren.  Dies  gab  einen
neuen  Grund  des  Hasses  der  Habsburger  gegen  sie.  Zufälliger
  Weise  hatten  sich  die  Schwyzer  um  diese  Zeit  an  dem
Gotteshaus  Einsiedeln,  nach  langem  gedultigem  vergeblichem
1314  Rechts-Streit,  endlich  ver  griffen;  Herzog  Leopold  übernahms
  also,  die  gebanuten  zu  strafen.