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Interesse  als  auf  traktatenmäßiger,  tlef  in  einander  greifen,

der  Verbindung  beruhte.  Bald  wurden  jetzt  auch  die  Wal--liser
  von  den  Wald-Städten  in  ein  Landrecht  aufgenommen;
  bald  erstreckte  sich  die  Schutz-  und  Trutz-Herrschaft
der  letzteren  selbst  schon  jenseits  der  Alpen.

7.  Nur  ein  Haupkkeim  von  Zwietracht  unter  den  Consdderirten
  konnte  nicht  erstickt  noch  ausgerottet  werden;  die
particulären  Vergrößerungs-Projecte  einzelner  Bundesgenos—
sen  durchkreuzten  einander,  weil  uneingeschränkt  jedem  frei
stund,  durch  Kauf  und  Negociationen  für  sich  zu  erwerben,
und  auch  ausser  dem  Bunde  neue  Genossenschaften  zu  suchen,  neue
Allianzen  zu  schließen.  Einer  der  heftigsten  Collisions=  Fälle
dieser  Art  war  die  Toggenburger  Geschichte.  Die  Ver-1412


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größerungs-Projecte  der  Zuͤricher  kamen  hier  in  Collisions430
O

mit  der  Vergrößerungs-Sucht  der  Schwyzer  und  Glarner,

die  eben  so  rege  und  fast  uoch  zugreifender  war;  jeder  Theil

wollte  die  Toggenburger  zu  den  seinigen  machen.  Wer  Recht
habe,  war  schwer  zu  entscheiden,  weil  es  auf  eine  Menge
kleiner  Factums  ankam,  die  der  Parthie=  Geist  schrecklich
verwirrt  hatte,  und  wo  zwei  solcher  Maͤnner  an  der  Spitze
der  Parthien  stehen,  als  der  hochberzige  Burg  er,  Meister
Stüssi  zu  Zürich  und  der  entschlossene  Land-  '=  Ammann
Reding  von  Schwyz  war,  konnte  wede-  „ruhige  Untersu—
chung  noch  friedfertige  Ausgleichung  statt  haben.  Bald  wurde
der  Zwist  so  heftig,  daß  Zürich  sogar  mit  Oesterreich  sich
verband  und  Oesterreichische  Garnison  einnahm.

8.  Kais.  Friederich  III.  aber  rief  eine  Franzoͤsische
Armee  herbei,  um  das  belagerte  und  geängstete  Zürich  zu
retten,  und  die  Habsburgischen  Erbgüter  gegen  die  neuen
Zugriffe  der  Confdderirten  zu  schützen.  Allein  der  Dauphin
Ludwig  verlangte  nicht  zwei  solcher  Siege,  wie  der  auf

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