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noch  reizbarer  als  der  Stolz  großer  Monarchen;  das  Landvolk
  wollte  Beschäftigung  und  Beute  haben;  die  Aristokraten
strebten  nach  einer  ausgebreiteteren  Herrschaft;  und  wenn  auch
nicht  gerade  Land  zu  haben  war,  so  suchte  man  wenigstens
Handelsvortheile,  wie  in  dem  ersten  Capitulat  mit  Mailand
  geschah.  146%
lo.  Auch  der  Krieg  gegen  Herz.  Karl  den  küh-  1476
nen  von  Burgund  war  kein  Werk  der  Nothwendigkeit,
aber  die  Emissarien  Kön.  Ludwigs  XI.  von  Frankreich  und
die  schönen  Gelder,  die  dieser  als  Unterpfand  seiner  künftigen
Freundschaft  zusscherte,  mochten  ihn  leicht  dazu  machen.  Jeruhmvoller
  alsdenn  die  Tage  bei  Granseon  (1476.  2.  Mätz)
Murten  (22.  Jun.)  und  Nanci  (1477.  12.  Jan.)  waren
je  groͤßere  Beute  in  diesem  Kriege  gemacht  worden,  desto
kriegslustiger  wurde  das  Volk  und  desto  ehrgeiziger  die  Gros.
len.  Die  alten  biederen  Sitten  waren  auf  langehin  verloren.


En  Missto  der  Stadt  Basel  an  die  Stadt  Erfurt  von  1476,
worin  die  Gesch.  des  Burg.  Kriegs  bis  zur  Schlacht  bei  Murten
  erzählt  wird,  in  Antons  diplom.  Beiträgen.  Nr.  3.

D.  Scilings  (Gerichtsschreibers  zu  Bern)  Beschreibung  der
Burgundischen  Kriege.  Bern,  1743.  Fol.  macht  einen  Theil
seiner  noch  unedirken  großen  Berner  Chronik.  Der  Verf.  hat
den  Burgundischen  Krieg  selbst  mitgemacht.  Seine  Erzjählungen
  sind  sehr  glaubwürdig;  sie  sind  vor  Räthen  und  Burgern
vorgelesen  worden.  Dabei  aber  ist  doch  unstreitig,  daß  er  den
Herz.  von  Burgund  unbillig  beurtheilt.  »  .

Sitten-Gemählde  aus  den  Zeiten  nach  den  Burgund.  Kriegen;
aus  den  Quellen  (schön  und  wahr)  entworfen  von  H.  H.  Füß—
„lin  und  Felix  von  Balthasar  im  Schweizer.  Museum.  Okt.
1783.

11.  Ewige  Union  zwischen  Oesterreich  und
den  Confoͤderirten  aus  Gelegenheit  des  Burgundischen  42

Kricgs  geschlossen.  Herz.  Sigismund  von  Oesterreich  -Tyrol