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und  Geschichten  der  Art,  wie  fruͤher  schon  (1470)  der
Twingherren-Streit  zu  Bern,  und  jetzt  um  diese
Zeit  die  Waldmannische  Tragödie  zu  Zürich  war,
folgten  in  höchst  gefährlicher  Schnelle  auf  einander.  Das
Volk  wurde  immer  unbändiger,  die  Obrigkeiten  geldsüchtiger,
  der  alte  Geist  stiller  Frugalität  und  frommer  biederer
Mässigung  schien  verloren.  Vor  kurzem  hatte  blos  der  König
  von  Frankreich  Geld  und  Pensionen  geboten;  jetzt  aber
suchten  sich  der  König  von  Frankreich  und  der  Herzog  von

Mailand  wechselsweise  zu  überbieten.  Bald  kam  noch  der
Pabst  hinzu,  und  bot  auch,  so  viel  er  konnte.  Wer  am

meisten  bot,  oder  wer  zuletzt  gab,  und  dem  Stolze  des  Nehmenden
  dabei  noch  am  schönsten  zu  schmeicheln  wußte,  erhiel:
gewöhnlich  die  nachdrücklichste  Hälfe.

Frickards  (st.  1510)  Geschichte,  des  Twingherrn  Streits  (Helvet.
  Vibl.  III.  Th.  S.  1.  ff.)  ist  eines  der  schönsten  Original-Stücke
  der  Vernischen  Geschichte.

Joh.  Waldmann,  Ritter,  Burgermeister  der  Stadt  Zürlch;  ein
Versuch,  die  Sitten  der  Alten  aus  den  Quellen  zu  erforschen,
von  H.  H.  Füßlin.  Zürich,  1780.  8.  Eine  von  Parthie-Geist
  sehr  verwirrte  Geschichte,  vollständig,  wahr  und  interessant
  vorgetragen.

Bruchstück  Eydgenossischer  Geschichte  des  Jahrzehends  7481—
140|  im  Schweizer.  Museum  Mon.  Jan,  und  Aug.  1784.  Vortrefflich
  und  durchgreifend  unparthelsch.
1q.  Zum  Glück  hatte  die  Vergrößerungssucht  der  demokratischen

  Cantons  eine  andere  geographische  Richtung  als
die  der  aristokratischen  Orte,  und  die  Gefahr,  womit  diese
von  jenen  stets  sich  bedroht  sahen,  war  überdieß  so  sichtbar
groß,  daß  die  sorglosesten  Chefs  weder  Vorsicht  noch  Mässi.
gung  vergessen  konmen.  Wielleicht  gaben  selbst  auch  Kaiser
Marimilians  I.  vergebliche  Versuche,  sie  alle  insgesammt
durch  das  neue  Reichs-Cammergericht  und  den  Schwäbischen
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