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Bund  in  engere  Verhältnisse  mit  Deutschland  zu  ziehen,  der
Conföderation  neue  Fesiigkeit.  Wenigstens  entschied  damals
diese  neugereizte  Empfindung  gegen  Oesterreich,  daß  man
1498  den  grauen  und  Churischen  Bund  zu  Genosser  aufnahm.
  Es  kam  auch  endlich  zum  sogenannten  Schwabenkriege,
  der  aber  kein  Jahr  lang  dauerte,  und  nach  sechs  Nie.
derlagen  der  Deutschen  durch  einen  unbedeutenden  Frieden
1400  zu  Basel  geendigt  wurde.  Das  Verhältniß  der  Confdde-Sxt.
  rirren  zu  Deutschland  blieb  aber  so  zweideutig  als  vorher.
Noch  von  Kais.  Marimtlian  II.  erbaten  sich  die  Cantons
die  Bestätigung  ihrer  Freiheiten,  noch  1007  drangen  einige
Bundes-Genossen  darauf,  daß  man  diese  Bestätigung  bei

Rudolf  1I.  suchen  möchte

Bilib.  Pirkheimer  bellum  Suitensc,  theils  in  der  Sammlung
seiner  Werke,  theils  auch  bei.  Freher  und  in  thes.  hist.  helvet.
  bes.  gedruckt  Zürich,  1737.  3.  Ein  sehr  schönes  historisches
  Stück.  «

Von  dem  Bündner-Lande  hat  man  noch  keine  brauchbare  Ge—
schichte.  Der  Grun  driß  der  Geschichte  gemeiner  drei
Bündten-Lande,  wovon  2  Th.  1773.  8.  erschienen,  und  worin
  die  Geschichte  von  den  frühesten  Zeiten  an  bis  1763  fortgeführt
  ist,  bleibt  weit  unter  dem  Mittelmässigen.

555  15.  Die  Niederlage  bei  Marignano  entschied  we-Sot.
  nigstens  einen  dauerhaften  Frieden  mit  Frankreich;
*  Bellenz  blieb  den  drei  Wald-Städten,  und  die  Thäler  Velllin,
  Cleven,  Lauis,  Luggarus,  Mendris  und  Meinthal  wur—
den  den  gesammten  Cantonen  und  den  Buͤndtnern  heimge.
152  stellt.  Bald  darauf  folgte  sogar  eine  Defensiv-Allianz  mit
Mai  Frankreich,  weil  die  damalige  Vereinigung  der  Habsburgischen
  und  Burgundischen  Macht  den  Confoderirten  Sorge
zu  machen  anfieng.  Doch  blieb's  noch  eine  Zeitlang  wie
vorher.  Franz  hatte  Schweizer-Truppen  genug,  sobald  er
Pensionen  und  Sold  richtig  bezahlte,  und  Karl  erhielt  Mann-