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schaft  genug,  sebald  er  seiner  Parthie  Geld  genug  gab,  Werbungen
  in  den  Camtons  zu  veranstalten.  Vergebens  eiferren
redliche  Männer  gegen  ein  Uebel,  das  den  Sitten  und  dem
Wohlsiande  der  Nation  mehr  Schaden  that,  als  Habsburgische
  Unterdrückung  hätte  thun  können.  Wenn  nicht
die  Italiänischen  Kriege  endlich  von  selbst  aufhörten,  was
man  kaum  bet  solchen  Nebenbuhlern  hoffen  durfie,  als  Karl
und  Franz  waren,  so  mußte  man  fürchten,  daß  endlich  der
Feldbau  im  Schweizer-Land  sill  siehe.  Unerwartet  kam  endlich
  ein  glücklicher  Umschwung  der  Dinge.  Jwingli's  Eifer
und  der  neue  Geist,  den  die  Reformation  verbreitete,  halfen

mehr  als  alle  vorhergehenden  patriotischen  Vorstellungen.
Compendio  delle  croniche  della  Citta  di  COomo  dato  in  luce  di
Fr.  Ballarini.  Como.  1619.  4.  Der  erste  Theil  dieses  Werks

ist  für  die  Geschichte  der  Schweizerischen  Besitzungen  jenseits
der  Alpen  sehr  interessant.

III.  Per.  Von  der  Reformation  an  bis  zu  dem  letzten
  Landes-Frieden.
1516  —  IJ712.

1.  Der  dogmatische  Gang  der  Resformation,  die
Swingli  hier  anfieng  und  Calvin  mit  seiner  Parthie  vollendete,
  war  in  Helvetien  fast  eben  derselbe  wie  in  Deutschland,
  und  auch  der  Einfluß,  den  diese  grosse  Ideen-Revolution
  dort  auf  öffentliche.  Moralität  hatie,  war  dem
in  Deutschland  nicht  unähnlich;  nur  daß  die  Republicaner
gleich  anfangs  noch  rascher  fortschritten  als  Luther,  und
noch  freimüthiger  gegen  politische  Gebrechen  sprachen,  als  die
Sächsischen  Reformatoren  zu  thun  pflegten.  Auch  griff  in