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Helvetten  wie  in  Deutschland  das  Volk  zuerst  nach  der
neuentdeckten  Wahrheit,  und  gewöhnlich  mußten  die  Obrigkeiten
  schnelle  folgen,  weil  eine  allgemeine  Sehnsucht  des
großen  Publicums  in  Republiken  noch  weit  dringenderes  Gesetz
  ist,  als  in  fürstlichen  oder  monarchischen  Staaten.  Da
man  auch  der  Zwinglischen  Meinungen  desto  emb  änglicher
war,  je  mehr  sich  Aufklärung  und  Betriebsamkeit  unter  dem
Volk  schon  vorfand,  so  erblärten  sich  gewöhnlich  die  Länder,
wo  Städte  waren,  am  frühesten  und  sichersten  für  den  neuen
Glauben.  Die  Cantone  Zürich,  Bern,  Basel  und  Schakhausen,
  auch  die  Städte  St.  Gallen,  Mühlhausen  und  Biel  traren
  demselben  bei;  in  Glarus,  Appenzell  und  im  Bündtner-Lande
  theilte  es  sich;  bei  dem  alten  aber  blieben  Lucern,  Uri
Schwyz,  Unterwalden,  Zug,  Freiburg  und  fast  ganz  Solothurn.
  Auch  ganz  Wallis  und  die  Italienischen  Vogteien
haben  sich  nicht  geandert.

Ausserdem,  was  sich  von  Actenstücken  und  Nachrichten  zur
Schweizerischen  Resormations-Historie  reichlich  genug  in  den
Simlerischen  Sammlungen  und  in  den  Füßlinschen
Beiträgen  findet:

J.  II.  Hottingeri  histor.  Eccles.  N.  T.  vom  5.  bis  9.  Theil.  Tiguri.
  1658—  1607.  8.  besonders  im  sechsten  Theil  finden  sich
gute  und  vollständige  Nachrichten  von  Zwingli.

J.  J.  Hottingers  Helbetische  Kirchen-Geschichten.  III.  und
IV.  Theil,  worinn  die  Kirchengesch.  von  der  Reform,  an  bis
1728  enthalten  ist.

Histoire  de  la  reformation  do  la  Suisse  (1516  —  I556.)  par  Abr.
Ruchat.  T.  I.  —  VI.  Genevc.  1727.  12.  eigentlich  eine  Bernische
  Reformations"  Geschichte;  das  allgemeinere  ist  blos  aus
Hottinger.  .

Historia  reformationis  Ecclesiarum  rhacticarum  (bis  1642.)
in  lucem  edita  a  P.  D.  R.  de  Porta.  T.  I.  II.  Curiac
1771.  4.

2.  Viel  anders  aber  war  hier  die  politische  Wir-