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Frankreich,  und  der  rastlose  Parthei-Geist,  der  in  beiden
Theilen  dort  brauste,  auch  überall  Anhang  und  Huͤlfe  suchte,
trieb  von  dort  aus  sein  Werk  auch  in  Helvbetien.  Die  evangelischen
  verbanden  sich  unter  einander,  die  katholischen  traten
in  neue  und  engere  Allianzen  zusammen.  Die  Helvetische
7566  Confession  erschien,  und  sollte  nicht  nur  ein  neuer  Vereinigungs-Punkt
  dieser  Parthie  seyn,  sondern  auch  ein  Document
  der  Unschuld,  vielen  Nachsagen  zum  Trotz,  die  unter  unverständigen
  Feinden  umherliefen.  Allein  die  katholische  Parthie
  wurde  bald  durch  die  Betriebsamkeit  des  Cardinal  Erzbischof
  von  Mailand  Borromäus  in  einen  noch  viel  wirksameren
1586  Bund  zusammengebracht,  und  sowohl  durch  die  Jesuiter-Col-Ot.legien
  zu  Lucern  und  Freiburg  als  auch  das  Bor-1574romaäische
  Seminarium  in  Mailand  und  das  Erschei-1380
  nen  eines  eigenen  Päbstlichen  Nuncius  zu  Lucern  war
schon  vorläufig  dafür  gesorgt,  daß  die  aufgeregten  argwöhnischen
  und  heftigen  Parthei-Gesinnungen  nie  wieder  erlbschen
sollten.

7.  Doch  blieb  es  mehr  nur  Zwietracht  und  Zank,  als  daß
es  Krieg  wurde,  denn  die  Macht  war  bei  den  Evangelischen,
der  Muth  bei  der  katholischen  Parthie..  Spanien  hatte  genug
mit  seinen  niederländischen  Hündeln  zu  thun;  Savoyen,  so
wenig  man  auch  zu  Turin  besonders  den  Verlust  von  Genf  vergessen
  konnte,  und  selbst  auch  der  Pabst  hatten  nicht  Einfluß
genug,  den  Ausbruch  zu  befördern.  Das  Interesse  von  Frankreich
  aber  war  für  die  Erhaltung  des  Friedens,  so  bald  dort
das  Haus  Bourbon  regierte.

8.  Ueber  den  mörderischen  Veltliner-Händeln
hätre  es  zwar  leicht  zum  allgemeinen  Kriege  kommen  können,
aber  selbst  die  katholische  Parthie  hatte  hier  doch  nicht  ein
Interesse,  und  den  Franzbsischen  Gesandten  mußte  es  leicht