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nesischen  riß  unter  seinen  Hunnen  eine  große  Mortalitaͤt
ein;  sie  konnten'  das  Italiänische  Klima  nicht  ertragen.  Kein
Wunder,  daß  der  wilde,  unausgeklärte  Kalmücke,  unter  diesen
  Umsiänden,  für  Ahnungen  aller  Art  empfänglich  wurde.
So  einladend  Rom  auch  nachher  noch  immer  für  Beutesuchende
  Barbaren  sehn  mußte,  so  wenig  schien  doch  irgend
einer  dieser  Heerführer  Lust  zu  haben,  Italien  zu  seinem
Hauptreich,  und  Rom  zu  seiner  Residenz  zu  wählen.
3.  In  der  That  war  auch  Odoacer,  der  endlich  den
326letzten  Schatten  eines  Weströmischen  Kaisers
verschwinden  ließ,  kein  Heerführer,  der  mit  einer  Armee
nach  Italien  gekommen.  Er  war  ein  wackerer  Garde=  Officier,
  den  einstimmiges  Zutrauen  seiner  Kameraden  aufrief,
bei  dem  allgemeinen  Elend,  da  wohl  auch  noch  die  Garde
selbst  hungern  müßte,  endlich  zuzugreifen,  für  sie  und  für
allgemeinen  Wodlstand  zu  sorgen.  Er  setzte  also  den  letzten
August  auf  Pension,  und  ließ  die  Weströmische  Kaiserwürde
als  unnütz  eingehen.  Er  vertheilte  ein  Drittheil  des  urbaren
  Laudes  unter  seine  Barbaren,  aus  denen  allein,  schon
seit  langem  her,  saft  das  ganze  in  Italien  garnisonirende
Corps  bestund;  nicht  daß  sie  das  Land  selbst  bauen  sollten,
sondern  die  bisberlgen  Eigenthamer  mußten  dem  neuen
Herrn,  dem  ihr  Land  zu  Theil  geworden,  jährlich  das  nöthige
vom  Ertragzu  seinem  reichlichen  Unterhalt  abgeben.  Er  zog  wohl
auch  noch  mehrere  Barbaren  aus  Pannonien  und  Noricum  nach
Italien,  und  theilte  auch  diesen  Land  aus,  aber  nie  wollte  ser
selbst  August  werden.  Ermannte  sich  zwar  König,  aber  nie
brauchte  er  Scepter  oder  Krone.  Er  schien  anfangs  die
Herrschaft  Italiens  unter  der  Souverainctät  der  Byzantinischen
Auguste  genießen  zu  wellen,  und  ehe  sich  noch  sein  Ehrgeiz
mit  dem  Fortgang  seiner  glücklichen  Waffen  recht  entwickeln