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herausgegeben.)  Eine  herrliche  Sammlung  wahrer
Staatsurkunden  der  Regierung  Theoderichs,  vom  königlichen
  Minitker  selbst  gemacht.

526  6.  Fast  alles  aber  erstarb  wieder  mit  Theoderich,
und  nach  einem  schrecklich  verheerenden  27jährigen  Kriege
zwischen  den  Osigothen  und  Griechen,  bei  dem  zuletzt  auch
die  Franken  eine  Hauptrolle  spielten,  traf  endlich  Italien
  das  härteste  Schicksal,  eine  Pro  Linz  des  Byzanti-563

  mischen  Reichs  zu  werden.

Der  Gouverneur  (Erarche)  hatte  seinen  Sitz  zu  Ravenna;
  die  Organisirung  des  Reichs  wurde  nach  Byzantinischem
  Fuß  eingerichter;  eine  kleine  Garnison  von  Truppen
in  einigen  wenigen  Hauptsiädten  des  Landes  sollte  hinreichend
  seyn,  das  ganze  Land  zu  schützen.  Es  waren  nnicht
einmal  genug  Truppen,  um  nur  die  wichtigsten  Alpenpässe
zu  besetzen,  und  überdieß  wurde  der  Sieger  Narses,  dessen
  Name  und  Ruhm  allein  das  Land  hätte  schuͤtzen  kön-567

  nen,  gleich  nach  Constantinopelzurückgerufen.

568  7.  Daher  drang  sogleich  ein  großer  gemischter
  Barbarenschwarm,  den  der  Longobarde  Alboin
  führte,  von  Pannonien  her  ungehindert  in  Friaul
ein,  und  nie  halte  noch  das  Land  bei  irgend  einer  Erobe-=rung
  so  viel  gelitten,  als  es  diesmal  litt.  Die  Municipal=Verfassung
  der  Städte,  die  sich  bisber  unter  Gothischem
und  meist  selbst  Griechischem  Regiment  erhalten  hatte,  wurde
überall  sogleich  aufgehoben,  und  einem  ganzen  großen  District
  Landes,  zu  dem  man  ohne  Unterschied  Städte  und
plattes  Land  rechnete,  ein  roher  Lombardischer  Soldat  mit
böchster  Civil=  und  Militair-Gewalt  vorgesetzt.  Einem  solchen
  Dux  waren  in  kleineren  Districten  so  genannte  Schultbeißen
  (sculdascii),  und  diesen  wieder  Centherren  (cente-