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narli)  mit  voller  Civil-  und  Militaͤr-Gewalt  subordinirt.
Weil  aber  alle  Gewalt  bloß  bei  den  siegenden  Longobarden
seyn  sollte,  so  erhielten  auch  diese  Stellen  bloß  rohe  Soldaten,
  und  was  der  Heerführer  oder  Koͤnig  zu  sein  em  Gut  zu
machen  beliebte,  wurde  ohnedieß  bloß  seinen  Leuten  auvertraut.


Auch  war  dießmal  zum  großen  Unglück  des  Landes
keine  ordentliche  Theilung  zwischen  dem  Sieger  und  Ueberwundenen,
  wie  sie  zu  Odoacers  und  Theoderichs  Zeit  gewesen.
  Der  Sieger  griff  zu,  wie  und  wo  und  wie  lange  es
ihm  gesiel,  und  der,  der  ihm  künftighin  das  Feld  bauen
mußte,  gewöhnlich  der  alte  Eigenthümer  des  Landes  selbst,
versank  in  einen  Justand  der  hoffnungslosesten  Unterdräckung.
  Da  auch  unter  diesen  offenbar  viel  roheren  Siegern,
als  die  Ostgothen  gewesen,  mehr  Horden-Regiment  als
Staats-Organisation  statt  fand,  so  war  auch  ihre  eigene
einheimische  Subordination  so  lose  und  ungewiß,  daß  fast
jeder  größere  Chef  derselben  für  sich  verübte,  was  ihm  wohlgesiel.
  Selbst  nachdem  die  Sieger  schon  genommen  hatten,
wie  und  wo  ihnen  ein  Stück  Grund-Cigenthum  behagte,
so  mußten  doch  noch  die  alten  Einwohner  des  Landes  eine
Zeit  lang  jährlich  ein  Drittheil  des  Ertrages  der  ihnen  übriggebliebenen
  Ländereien  dem  König  liefern.

8.  Wäre  doch  endlich  nur  diese  Eroberung  des  Landes,
wie  die  der  Ostgothen,  innerhalb  drei,  vier  Jahren  vollendet
gewesen,  so  daß  selbst  der  roheste  Sieger,  in  der  Schonung
der  alten  Landes-Einwohner,  seinen  eigenen  Vortheil  hätte
finden  müssen!  Allein  das  Erobern  und  verheerende  Kriegführen
  gegen  die  Griechen,  an  dem  auch  endlich  die  Franken
als  Feinde  der  Longobarden  Theil  nahmen,  dauerte  unter
den  vielfachesten  Abwechselungen  fast  eben  so  lange,  als  das