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Altezati  Difesa  di  tre  Documenti  antichi.  sed.  contra  Diss.

Anonymi.

1I.  Gewiß  war  aber  bald  mehr  Gedeihen  im  Lombarden-Reich,
  als  in  den  Griechischen  Gouvernements,  so  zerrüttet
auch  die  politischen  Verhältnisse  des  ersteren  seyn  mochten,
und  so  wenig  je  in  einem  Wahlreiche,  wie  das  Lombardische
war,  feste  Ordnung  und  genau  abgemessene  Verfassung  wer
den  konnte.  Die  Länder  des  Griechischen  Goubernements
wurden  fast  immer  ärmer  und  entvdlkerter,  denn  kein  Dur
oder  Erarche  wollte  leer  nach  Hause  kommen,  und  so  elend
das  Hauptregiment  zu  Constantinopel  war,  so  elend  war
auch  Politik  und  Staats-Oekonomie  dieser  entfernteren
Statthalter.  Im  Lombarden-Lande  aber  herrschte  ein  gesunder,
  mannhafter  Menschenschlag,  Deutscher  Sitten  und
Deutschen  Muthes.  Ein  rohes,  aber  biederes  Soldatenvolk,
dem  zahlreiche  Söhne  nicht  zur  Last  wurden,  und  das  auch
gerne  alles  gedeihen  ließ,  was  von  selbst  ohne  künstliche  Pflege
gedeihen  wollte.  Ihre  schönen  Jagden  in  den  großen  Waldungen
  des  Landes  wurden  doch  von  dem  neuaufkommenden
Ackerbau  so  bald  nicht  beengt!

12.  Endlich  bemächtigte  sich  Kön.  Aistulf  auch  vollends
des  ganzen  Landes,  das  unter  dem  unmittelbaren  Gouverne-?52
ment  des  Erarchen  stund,  und  wie  er  so  eben  auch  den  wehrlosen
  Römischen  Ducat  hinwegnehmen  wollte,  eilte  mit  Heereskraft
  der  neue  König  der  Franken  Pipin  herbei.  Nicht  754
um  den  Byzantinern  eine  kleine  Provinz  ihres  Reichs  zu  erhalten,
  nicht  um  ein  Stück  Landes  für  sich  zu  erobern,  sondern
  Rom  und  den  Rdmischen  Ducat  zu  retten,  und  dem  dortigen
  Bischof,  dem  er  selbst  in  der  That  viel  schuldig  war,  einen
  recht  thätigen  Dank  abzustatten.  Zugleich  wurde  aber
auch  das  verführerische  Experiment  gemacht,  wie  leicht  man