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nulf.  Jetzt  schien  Berengar  von  Friaul,  mit  dem  es  der  mächtige
  Markgraf  Albrecht  von  Horea  hielt)  ruhig  folgen  zu  können,
  allein  die  Spoletische  Varthie  rief  den  König  Ludwig  von
Provence  herbel,  und  dieser  wird  901.  12.  Febr.  selbst  als  Kaiser
  gekrönt.  Doch  die  Herrlichkeit  dauerte  kanm  vier  Jahre,
denn  905.  Mon.  Jun.  läßt  ihm  sein  Gegner  Berengar  von
Friaul  die  Augen  ausstechen  und  aolb.  sehen  sich  selbst  die  Roͤ-mer
  durch  hohe  Noth  gezwungen,  den  Sieger  auch  als  ihren  Sonverain
  zu  erkennen.  Endlich  entsteht  aber  921.  eine  Coalitlon
mehrerer  Großen  gegen  ihn,  die  den  Burg.  Kön.  Rudolf  aus
dem  Walltser  =  Lande  herbei  rufen,  und  Berengar  fällt  1924.
durch  Menchelmord,

Schon  lang  aber  hatte  sich  auch  zu  Gunsten  des  Markgr.
Hugo  von  Provence,  der  vom  seiner  Mutter  her  mit  zweien
der  vornehmsten  Familien  den  Markgrafen  von  Tokcana  und
den  Markgrafen  von  Yorega  verbunden  war,  eine  große  Parthie
gebildet.  926.  wurde  er  also  zum  Kbnig  gewählt,  und  so  viel
auch  Verschwörungen  gegen  ibn  entsteben,  so  wenig  er  jemals
zu  seinem  Zweck  gelangte,  auch  zu  Nom  die  Sonverainetät  zu
erhalten,  behauptete  er  sich  doch  19  Jahre  lang,  bis  945.  Markgraf
  Berengar  von  Vorca  mit  Truppen  aus  Deutschland  kam,
und  den  thrannischen  König  zwang,  die  Regierung  seinem
Sohne  Lothar  zju  überlassen.  Lothar  starb  9513  Markgr.  Berengär
  und  sein  Sohn  Adalbert  werden  gewählt.  Allein  König
Otto  1.  eilt  951.  aus  Deutschland  berbei,  um  Lothars  bedrängte
Wittwe,  die  Burgundische  Prinzessin  Adelheid,  zu  retten,  und  ob
er  schon  vorerst  Berengarn  das  Königreich  Italien  als  Deutsches
  Lehen  überläßt,  so  leßt  er  sicheendlich  doch  zehen  Jahre  nachher
  (061.)  in  den  Besik  desselben,  und  die  Kaiserkrönung  zu
Rom  versichert  ihm  auch  die  dortige  Souveralnetät.

17.  Ob  das  Lombarden-Reich,  wie  Kön.  Otto  l.  dasselbe
in  Besitz  nahm,  noch  ein  Wahlreich  war,  oder  als  eroberres  962
Land  gelten  konnte,  ist  schwer  zu  entscheiden.  Die  Italiäner
  glaubten  jenes,  und  wenigsiens  fast  noch  ein  Jahrhundert
  lang  blieb  eine  äusserliche  Form  und  Ordnung  der  Dinge,
daß  sie  nicht  ganz  unrecht  zu  haben  schienen.  Hingegen
Spittlers  simmtl.  Werke  IV.  Bd.  4