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genutzt  werden  zu  koͤnnen,  mochte  bei  den  unaufboͤrlichen
Schenkungen  von  Curtibus  und  Villis  und  ganzen  Districten
beträchtlich  abnehmen;  aber  die  Cultur  gewann  und  die  Bevölkerung
  stieg.  Der  kurzdaurende  Zwist,  der  nach  dem
Aussterben  des  Ottonischen  Stamms  zausbrach,  ob  o##
Ardoin  von  Mvrea  oder  der  Deutsche  König  Henrich
  —  Kdnig  von  Italien  seyn  sollte,  hatte  ohnedieß  auf
die  öffentliche  Ruhe  wenig  Einfluß,  denn  so  lang  Ardoin
lebte,  konnte  Heinrich  nicht  emporkommen.  4%015
Muratorüt  diss.  de  modis,  quibus  olim  Ecclesiae,  Eplscopi.
Canonici,  Honasteria  atdue  alide  huiusmodi  Universitates
sacrae  terrenis  opibus  et  commodis  auctao  sunt  in  Antidd.
  Ital.  med.  acvi.  Tom.  V.  diss.  67.  p.  587.  sed.

10.  Selbst  die  Ungeduld,  womit  jetzt  die  kleineren
Güterbesitzer  ihr  bisheriges  Feudal-Verhältniß  nicht  mehr
dulden  wollten,  ist  ein  deutlicher  Beweis  der  Wohlhabenheit,
  die  sich  allmählig  auch  unter  der  niedrigeren  Klasse  verbreitete.
  Kaiser  Konrad  II.  mußte  nothwendig  durch  eine
wichtige  Veränderung,  die  er  machte,  dem  Fleiße  ##37
des  cultivirenden  Besitzers  mehr  Belohnung  und  Hoffaung
geben,  und  eben  diese  Veränderung  wirkte  wieder  aufs  neuc,
daß  mehr  Wohlhabenheit,  mehr  Muth  und  mehr  lebenvolle
Industrie  entstund.  Es  huben  sich  schon  mit  sichtbarer
Stärke  neue  Communitäten,  und  nicht  nur  der  einheimische
  Handelsverkehr,  sondern  auch  das  morgenländische
Commerce  wurde  immer  häufiger  und  ausgebreiteter.  Venedig
  war  jetzt  nicht  mehr  die  einzige  Hauptniederlage
Orientalischer  Waaren;  auch  Genug  und  Pisa  zeigten
sich  schon  als  glückliche  Nebenbuhler.

20.  So  war's  wenigstens  im  Lombarden-Reich;  denn
zu  Rom  und  in  dem  ganzen  Lande,  dessen  Nutzung  und  Ober-4*

