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machte  alle  Coalition  zum  Gemein-  Wohl  unmöglich.  So

bald,  auch  die  kleinen  Republiken  außer  ihren  Mauern  keinen

  Adel  mehr  fanden,  gegen  den  sie  sich  reiben  konnten,
1198  rieben  sie  sich  selbst  gegen  einander.  Nach  Henrichs  VI.

Tode  erwachte  pollends  selbst  in  Toscana  der  Insurrectionsgeist

  der  Communen.

26.  Der  Krieg  der  Lombardischen  Städte  ge-1236-gen
  Friederich  II.  war  mehr  ein  Werk  des  Pobsts,  als
1250  eine  kritische  Entwicklung  der  inneren  Verhältnisse  des  Italiänischen

  Reichs.  Ezzelin  III.  von  Onarg  oder  Romano,

einer  der  reichsten  und  mächtigsten  Edelleute  unter  der  Municipalität
  von  Trevigi,  spielte  hier  mit  hohem  wildem  Ruhme
den  Rojalisten  und  Demagogen  zugleich;  doch  beide  Rollen
spielte  er  nur.  Sein  Zweck  war  seine  und  seines  „Haufes

Macht,  sein  Lieblingewunsch  die  ddllige:  Zernichtung;  des
Hauses  Este.  Die  Lombardie  litt  unglaublich  durch  die
grausamen  Fehden,  die  diesrr  rastlose,  ehrgeizige  Ritter  nebst
seinem  Bruder  Alberich,  32  Jghre  lang,  unter  den  seltsamsten
  Adwechselungen.  von  Glück  und  Unglück,  ununterbro--chen
  forttrieb.  ——«·

Sein  Tod  hätte  der  Lombardei  Ruhe  verschaffen  sollen.
  Doch  wie  sollte  Ruhe  werden?  Nicht  nur  war  alles
in  Factionen  getheilt,  sondern  zum  groͤßten  Ungluͤck  des
Landes  waren  vor  ungefähr  einem  Menschenalter  zwei  Namen
  von  Hauptfactionen  entstanden,  und  nun  mußte  jeder
—  Welfisch  oder  Gibellinisch  seyn.  Die  Factio,
nen  schienen  unsterblich  zu  werden,  sobald  einmal  die  Namen
  da  waren.  Fast  drei  Jahrhunderte  lang  mußte  man
Welfisch  oder  Gibellinisch  seyn,  und  so  kennbar  anfangs  die
politischen  Grundsätze  gewesen  waren,  wodurch  sich  Welfen
und  Gibellinen  von  einander  unterschieden  hatten,  so  ganz

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