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verschwanden  endlich  alle  allgemeine  Unterscheidungs-Charaktere,
  und  je  mehr  doch  diese  verschwanden,  je  höher
schion  die,  Factionenwuth  zu  steigen.

De  origine  et  progressu  in  Italia  Gibellinsc  et  Guelphae  feactionum.

  in  Muratori  Antiqd.  Ital.  med.  acvi.  Tom.  W.
Diss.  LI.

27.  Wenn  aber  auch  nicht  das  unglückliche  Losungswort
Welfisch  und  Gibellinisch  enrstanden  wäre,  es  konnte
doch  nicht  durch  Eccelins  Tod  Ruhe  werden.  Schon  seit
daß  Kaiser  Friederich  II  nicht  mehr  war,  war  auch  1250
kein  König  mehr  in  Italien,  der  Ordnung  und:  Gleichgéwicht
  erhalten  kounte.  In  jeder  etwas  beträchtlichen  Stadt
erhub  sich  irgend  ein  kecker  Ritter  oder  talenkvoller  Mann,
unter  der  Hülle  eines  Welfischen  oder  Gibellinischeni  Demagogen,
  fast,  mit  dictatorischer  Gewalt,  und  oft  gelang  es  einem,
  in  wier,  fünf  nahe  beisammen  liegenden  Städten,  selbst
durch  freie  Wahl  des  Volks,  eine  solche  Dictatur  zu  erhalten.
Denn  viele,  dieser  kleinen  Republiken  glaubten  recht  weise
zu  khun,  wenn  sie  keinem  ihrer  eigenen  Bürger,  sondern  einem
  fremden  Herrn  die  außerordentliche  Gewalt  auftrugen.

Dies  waren  also  Fürsten,  ohne  Färsten  zu  heißen,  und
der  Adel  stund  in  Demagogen-Gestalt  fast  überall  zum  neuen
Leben  auf.  Nur  die  politische  Exristenz  der  geistlichen  Baronen
  blieb  eben  daher  unwiederherstellbar  verloren,  weil  Demagogen,
  Gewalt  weit  leichter  vom  Vater  auf  den  Sohn
übergeht,  als  bei  schnellem  und  häusigem  Amts-  Wechsel  den
Amts-Nachsolgern  zu  Theil  wird.

Doch  leider  kostete  es  manche  Fehde  und  manches  Blutvergießen,
  bis  jene  Regenerarion  endlich  vollendet  worden.
Sowohl  der  Ehrgeiz  dieser  Chefs  als  der  Ehrgeiz  und  die
Leidenschaften  der  Communitäten,  denen  sie  vorstunden,  mach-