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Hier.  Tiraboschi  vetera  Humiliatorum  monumenta,  adnotasionibus
  ac  dissertationibus  prodromis  illastratas.  Vol.  I
III.  Mediol.  1766.  4.  vorzuͤglich  Tom.  I.  Diss.  V.

20.  Ueberdies  fühlte  man  es  auch  jetzt  erst  recht  merk-  #%5

bar,  wie  viel.  Venedig.  und  Pisa  und  Genua-  durch  die
Kreuzzüge  gewonnen.“  “*  Orientalische  Handel  war  etwas
ganz  anderes  geworden,  als  er  vorher  gewesen,  seit  daß
nicht  nur  die  Venctianer  mit  dem  Graf  Balduin  von  Flaudern
  das  griechische  R  Neich  getheilt.  sondern“  auch  bei  Erneuerung.
  des  Griechisch  byzankinischen  Kaiserthums
  die  Genueser  fast  noch  groͤßere  Vortheile  erhalten  1261
hatten,  als  ehedem  die  Beuszigner  genossen.  Es  blieb  in
der  Lombardei  jetzt.  nicht  mür  bloß  bei  der  Einsührung.  uid  J
dem  mercantilen  Vertrieb  Oriental  ischer  Ploducte  und  Fabricate,
  sbudern  man  dachte  mit  dem  glücklichsten  Erfolg.  auf
Verpflanzurg  und  Nachahmung,  derselben.  Schon  ergoß  sich
auch  die  ahsgeineine  Wehlhabenhei  in  größeren  Lebensgenuß
und  Lurus.  Praͤchtige  oͤffentliche  Gebaͤude  eutftunden,  9
duͤrftig  guch  noch  die  Privatwohnungen,  waren,  Denn  der  1
Demagogengeist,  der  überall  mit  einwirkte,  und  Vrivat-  eitr
sucht  über  alles  zu  sorchten,  tane,  gab  dem  Genusse  des  neugewordenen
  Reichthums  ein  gemeinnätzige  MNichtung.  Der
verderbliche  Lurus  kam  erst,  nachdem  der  neue  Fran,
zoͤsische  Hof,  der  in  Unter-Italien  entstanden,  als  1266
verfübrerisches  Beispiel  auch  auf  Ober-Italien  lange  ge—
nug  geivirt  hatte.

30.  Unstreitig  war  es  also  für  Landes=  und  National
Kultur  unschätzbar,  daß  die  Rdmischen  Bischöfe,  durch  ein
schlaues  Parthiespiel  zwischen  den  Ober=  und  Unter-Italiänischen
  Mächten,  die  Vereinigung  des  Ganzen  unter  einem
Herrn,  glöcklich  verhinderten.  Wie  Karl  von  Anjon  König