von  Neapel  geworden  war,  schien  die  Gefahr  fast  unab—-wendbar.
  Wer  auch  bloß  auf  die  ersten  Momente  einer  solchen
  Coalition  gesehen  hätte,  würde  vielleicht  viel  Gutes  erwartet
  haben,  denn  Karl  und  seine  Provencalen  wachten  viel
Cultur  nach  Italien,  und  selbst  Dante  sang  den  Troubadours
nach.  Allein  die  allgem  eine  gesellschafeliche  Wohlhabenheit
  und  Cultur  ist  ein  Gut,  das  gegen.  dichterische
  oder  scrifestellerische  Blüthe  vicht  veitauscht.  werden  dark,
und  jene  beruhte  fast  ganz  aus  der  Scheidung  des  gode  in
mehrere  kleine  Staaten.  *
31.  Eben  daher  war  es  schr  vortheilhaft,  ich  i  nun
endlich  die  Nömischen  Bischfe  selbst.  einen  festen
1270  Stqat  zu  bilden.  anfiengen,  der,  **  furchtbar  öst  nachher
die  Macht  in  ünter-  -Italien  grworden,  eine  stete  nätürliche
Scheidung  zwischen  Ober-  unbe  Unter-  Italien  machte,  Die
Verlegung  der  näbstlichen  Residenz  nach  A#ig-1306
  non  hätte  bemnach  leicht  auch  in  bieser  Kückscht-  hochst
1316.  schaͤdlich  werden  können,  besonders  da  P.  Johähn  XXII.
1334  die  großen  Entwürfe  rKön.  Noberts  von  Neäptt  hu  begünstigen
  schien.  Wie  kam  doch  ein  so  chrgeiziger  und  häbsüchtiger
  Fürst,  als  Johann  XII  war,  zu  dem  seltsamen
Glauben,  daß  der  rKönig  mit  üm.  !*%  *i  so.  basde  er
Herr  von  Italien  sey?  J  J
32.  Auch  die  oberstlehensherrlichen  7“  oberstrichterlichen
  Rechte  des  Deütschen  Königs  ehieleen  sich
bei  einer  solchen  Scheidung  des  Landes  in  mehrere  kleine
Staaten  noch  weit  besser,  als  wenn  szwei  obor!  drei  große
Reiche  entstanden  waͤren.  Immer  waren  —  und  dies  zum  Gluͤck
des  Königs  —  in  allen  diesen  kleinen  Staaten  zwei  Parthien.
Selten  triumphirten  Guelphen  oͤder  Gibellinen  allein,  und
wenn  auch  ein  Theil  den  andern  austrieb,  so  behielten  doch