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burgo.  (Firenee)  1275.  4  Voll.  4.  Ein  recht  verständiger,

wahrheitsliebender  Mann,  der  einen  großen  Theil  seiner  Ge,

schichte  in  der  Italiänischen  Geschichte  seines  Zeitalters  zu  erzählen
  hatte.  Auch  in  der  Form  der  Erzählungen  nach  dem

Muster  der  Alten.  Er  entwickelt  also,  wie  diese,  die  historischen

  Situationen  oft  mehr  dramatisch  als  erzählungsweise.

Schade,  daß  er  nicht  auch  in  den  Verhältnissen  des  Details

und  der  strengeren  Auswahl  des  mehr  und  minder  wichtigen,

seinem  Muster  treu  geblieben.

30.  Diese  Französisch=  Spanischen  Kriege  haben  die
schönste  Landes-Cultur  zernichtet.  Sie  wurden  fast  bloß
mit  Armeen  von  Fremdlingen  geführt,  und  diese  fremden

Armeen  lebten  oft  wie  Horden  von  Freibeutern.  Das  Land
1500.  konnte  sich  nicht  erholen,  weil  während  der  ganzen  Zeit
1300Nie  auch  nur  fünf  Jahre  lang  Friede  war.  Sie  mochten  es

überdieß  vielleicht  nicht  bloß  zu  Rom  allein  empfinden,  daß
seit  dem  Ausbruch  der  großen  Deutschen  Kirchen-Insurrection
  gegen  den  Pabst,  jährlich  viel  weniger  Geld  nach  Italien
  kam!

40.  Auch  fast  alle  politische  Verhältnisse  des  Landes
schienen  verändert,  wie  endlich  der  lange  Sturm  verbraust
hatte.  Mailand  war  gleich  nach  dem  Aussterben  des

1836  Sforzischen  Stammes  eine  Spanische  Provinz
geworden,  wie  es  leider  Neapel  und  Sicilien  schon  ein  paar
Jahrzehende  früher  geworden  waren.  In  Florenz  war

1331  unter  dem  Schutze  Karl  V.  ein  neuer  Herzog  aufgestanden,
  wie  in  Genua  neue  republicanische  Freiheit;  und  die
Paͤbste  hatten  sich  endlich  durch  Unterdrückung  vieler  kleinen
Tprannen  zu  wahren  Herren  ihres  Kirchenstaats  gemacht.
  Allein  über  allen  größeren  und  kleineren  Staaten
schwebte  schwerdrückend  Spanische  Autoritätz  nur  die
Venetianer  behaupteten  auch  die  äußere  Würde  der  Freiheit.